Nach Absturz

Airbus empfiehlt Checks bei A400M

Hatte der Absturz des Militärtransporter A400M in Spanien etwas mit der Triebwerkssteuerung zu tun? Airbus empfhielt jetzt seinen Kunden, diese zu checken - um mögliche Risiken zu vermeiden.

Foto: MARCELO DEL POZO / REUTERS

Airbus hat die Kunden des Militärtransporters A400M vor möglichen Problemen bei der Triebwerkssteuerung gewarnt. In einer sogenannten dringlichen technischen Empfehlung des Herstellers seien die Nutzer des Flugzeuges über nötige Tests informiert worden. Die Empfehlung sehe „die Durchführung eines einmaligen Kontrollchecks der elektronischen Triebwerkskontrolleinheit bei jedem Flugzeugtriebwerk vor dem nächsten Flug vor“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens vom Dienstag. Dies geschehe, um „mögliche Risiken bei künftigen Flügen zu vermeiden“.

Eine Aussage zur Ursache des Absturz einer A400M vor gut einer Woche in Spanien machte Airbus nicht. Allerdings sei bei einer internen Analyse ein möglicher Softwarefehler entdeckt worden, der die Abschaltung von mehreren Triebwerken auslösen könnte, sagte ein Airbus-Sprecher der dpa. Über die Empfehlung seien aber auch die Behörden informiert. Laut einem Insider seien an der Schnittstelle zwischen den Turboprop-Triebwerken und dem Flugzeug potenzielle Auffälligkeiten entdeckt worden.

Der A400M ist bislang unter anderem an Großbritannien, Frankreich und Deutschland ausgeliefert worden. Seit dem Absturz einer Maschine bei einem Testflug in Spanien haben die meisten Länder den Flugbetrieb mit ihren A400M ausgesetzt. Die abgestürzte Maschine sollte an die Türkei ausgeliefert werden.