Nach Erdbeben

Nepal will keine ausländischen Helfer mehr ins Land lassen

Foto: Chris McGrath / Getty Images

Die internationale Hilfe für Nepal ist inzwischen in Gang gekommen. Doch nun bittet die Regierung, keine weiteren Rettungsteams mehr zu schicken. Viele der ausländischen Helfer sitzen in Kathmandu fest.

Fünf Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal hat die Regierung des Himalaya-Staats darum gebeten, dass keine weiteren ausländischen Rettungs- und Hilfsteams mehr anreisen sollen. UN-Einsatzkoordinator Jamie McGoldrick sagte der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch, nach Ansicht der Regierung in Kathmandu seien inzwischen genug ausländische Experten vor Ort. „Sie glauben, über genügend eigene Kapazitäten zu verfügen, um die dringenden Anforderungen bei der Suche und der Rettung von Opfern zu bewältigen“, sagte McGoldrick. Wer auf dem Weg sei, dürfe kommen, die anderen sollten besser fernbleiben.

Der Flughafen von Kathmandu, der nur über eine Start- und Landebahn verfügt, kann die zahlreichen Hilfsflüge kaum bewältigen. Zudem sitzen viele der ausländischen Hilfsteams, die es bis Kathmandu schafften, nach Angaben von McGoldrick immer noch in der nepalesischen Hauptstadt fest, weil die Straßen in abgelegenere Gebiet zerstört sind. Erfahrungsgemäß gebe es aber nach sieben bis neun Tagen kaum noch Hoffnung, Verschüttete lebend zu bergen, sagte der UN-Vertreter.

Bei dem schweren Erdbeben am Sonnabend starben nach offiziellen Angaben in dem Himalaya-Staat mehr als 5000 Menschen, rund hundert weitere kamen im benachbarten Indien und China ums Leben. Die Zahl der Verletzten stieg auf über 10.000. Insgesamt sind von den Auswirkungen des Bebens nach Einschätzung der Vereinten Nationen rund acht Millionen Menschen betroffen.

( dpa )

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