Montabaur

Bestürzung und Polizeisperrungen im Heimatort des Co-Piloten

In Montabaur, der Heimatstadt des Germanwings-Co-Piloten, herrscht Bestürzung und Trauer über die Flugzeug-Katastrophe. Das Haus des 28-Jährigen wird von der Polizei überwacht.

Foto: AFP

In der Heimatstadt des Co-Piloten hat die Nachricht, dass der 28-Jährige den Germanwings-Airbus mit 150 Menschen an Bord offensichtlich mit Absicht in die Katastrophe gesteuert hat, große Bestürzung ausgelöst.

Eine Nachbarin im rheinland-pfälzischen Montabaur sagte: „Das kam für mich wie ein Schlag ins Gesicht. Das kann man sich gar nicht vorstellen. Das ist tragisch.“

Sie habe keinen Kontakt zu Andreas L. gehabt. „Aber wenn es Nachbarn sind, berührt es einen ganz besonders, egal wie gut man sich kennt. Ich denke ständig daran.“

Die Polizei hat in der Straße, die zum Elternhaus des Mannes führt, Einsatzfahrzeuge quergestellt, um Autos an der Durchfahrt zu hindern. In der Gegend sind mehrere Kamerateams unterwegs und versuchen, mit Nachbarn zu sprechen.

Die Bewohner der Straße haben sich jedoch in ihre Häuser zurückgezogen. Einige schauten hinter Gardinen oder halb heruntergelassenen Läden nach draußen.

Der Mann habe bei seinen Eltern in Montabaur gewohnt und auch einen Wohnsitz in Düsseldorf gehabt, sagte Stadtbürgermeisterin Gabriele Wieland (CDU). „Insofern ist auch Betroffenheit da.“ Der Stadtrat hatte am Mittwoch eine Gedenkminute für ihn eingelegt.

„Das Gedenken ist vor allem auch eine private Sache“, sagte die Bürgermeisterin. Der Co-Pilot sei nach ihren Informationen Mitglied im Luftsportclub Montabaur gewesen. In Montabaur leben nach Angaben der Bürgermeisterin mehrere Piloten. Die Stadt liegt an der ICE-Strecke Frankfurt-Köln, damit sind die Flughäfen Frankfurt und Köln/Bonn gut erreichbar.

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