Familienplanung

Kaninchenzüchter beschweren sich beim Papst

Kaninchenzüchter haben den Papst wegen seiner Äußerungen zum Sexualverhalten kritisiert. Franziskus hatte erklärt, dass Katholiken sich nicht wie „Karnickel“ vermehren müssten.

Foto: pa/Pressefoto UL

Kaninchenzüchter haben Papst Franziskus für seine „Karnickel“-Äußerung kritisiert. Man dürfe nicht allen Kaninchen pauschal ein erhöhtes Sexualverhalten unterstellen, sagte Erwin Leowsky, der Präsident des Zentralverbandes Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die sexuellen Ausschweifungen träfen nur auf die freilebenden Tiere zu. Die Fortpflanzung bei Zuchtkaninchen verlaufe hingegen in geordneten Bahnen.

„Er sollte vielleicht mal darüber nachdenken, solche Redensarten gehen zu lassen und dafür die Verhütung freigeben. Das wäre meiner Meinung nach eher angebracht, als solche dummen Sprüche loszulassen“, sagte Leowsky.

Franziskus hatte mit Bezug auf das Verbot von Verhütungsmitteln in der katholischen Kirche am Montag betont, dass Katholiken sich nicht wie „Karnickel“ vermehren müssten.

Der Papst sprach sich für eine verantwortungsbewusste Familienplanung im Einklang mit dem kirchlichen Verhütungsverbot aus. „Manche glauben, und entschuldigen Sie den Ausdruck, dass sie, um gute Katholiken zu sein, wie die Kaninchen sein müssen“, hatte Franziskus auf dem Rückflug von den Philippinen nach Rom gesagt. Gott habe den Menschen aber die Mittel gegeben, um „verantwortungsbewusst“ zu handeln.