Femen-Aktion

Nackter Protest im Kölner Dom - Aktivistin muss zahlen

Die Femen-Aktivistin Josefine Witt war am Ersten Weihnachtstag 2013 nackt auf den Altar des Kölner Doms gesprungen. Nun wurde die heute 21-jährige Zahnmedizinstudentin zu einer Geldstrafe verurteilt.

Foto: Elke Lehrenkrauss / dpa

Im Kölner Prozess gegen eine Femen-Aktivistin, die während einer Weihnachtsmesse im vergangenen Jahr barbusig auf den Altar des Kölner Doms gesprungen war, ist die Angeklagte zu einer Geldstrafe von 1200 Euro verurteilt worden.

Das Kölner Amtsgericht sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass sich die heute 21-Jährige am Ersten Weihnachtstag 2013 im Kölner Dom der Störung der Religionsausübung schuldig gemacht hatte.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Geldstrafe von 1600 Euro für die Femen-Aktivistin Josefine Witt gefordert, die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Die junge Frau wollte nach eigenen Angaben mit ihrer Aktion während der Messe mit dem damaligen Kölner Erzbischof Joachim Meisner gegen die katholische Kirche protestieren.

Protest gegen katholische Kirche

Die seinerzeit 20-Jährige, eine Studentin der Zahnmedizin, war bei der Messe nur mit einer Art Lendenschurz bekleidet auf den Altar gesprungen. Sie hatte sich die Worte „I am God“ („Ich bin Gott“) auf den nackten Oberkörper gemalt und sich mit nach oben gereckten Armen der Gemeinde zugedreht. Die Frau wurde nach wenigen Minuten von den Ordnungskräften im Dom abgeführt.

Witt verteidigte ihr Verhalten. Sie habe damit gegen die Missachtung von Frauenrechten in der katholischen Kirche und gegen Meisners Einstellung zum Thema Abtreibung protestieren wollen.