Live-Übertragungen

Hacker veröffentlichen Tausende Webcam-Aufnahmen im Netz

Babyphones, Überwachungskameras, Büro-Webcams: Hacker haben Aufnahmen privater und geschäftlicher Webcams auf einer russischen Website veröffentlicht. Die Besitzer machten es den Tätern einfach.

Hacker haben zahllose private und geschäftliche Webcams geknackt und die Aufnahmen live auf eine russische Internet-Seite gestellt, wie britische Sicherheitsbehörden in London am Donnerstag warnten.

Die angezapften Geräte reichten von Babyphones mit Videofunktion bis zu professionellen Überwachungskameras von Büros. Sogar Bilder einer Turnhalle in Manchester oder Aufnahmen aus Büros wurden online übertragen.

Laut BBC sind Webcams aus insgesamt 250 Ländern betroffen. Ingesamt seien 4591 Kameras in den USA, 2059 in Frankreich, 1576 in den Niederlanden und rund 500 aus Großbritannien angezapft worden.

Schwache Sicherheitsvorkehrungen

Die in Russland betriebene Website nutze die schwachen Sicherheitsvorkehrungen von tausenden Kameras; die Standardeinstellungen für viele System seien Online zugänglich, sagte Simon Rice von der Datenschutzbehörde ICO. „Das ist eine Bedrohung, die alle von uns betrifft und gegen die wir uns schützen müssen.“

Besondere Gefahr laufe, wer sein Eigentum nur von einer Überwachungskamera bewachen lasse und die Bilder selbst aus der Ferne anschaue. Als letzter Ausweg könne es helfen, die Kameralinse einfach abzudecken, wenn sie nicht gebraucht wird, damit sich keine Unbefugten die Aufnahmen anschauen können, riet Rice.

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