Ausschreitungen

Kürbis-Fest in USA artet in Gewaltorgie mit Verletzten aus

Bei Ausschreitungen beim Kürbis-Festival in Keene sind mehr als 30 Menschen verletzt und Dutzende festgenommen worden. Teilnehmer warfen mit Flaschen, Eimern und Kürbissen und kippten ein Auto um.

Foto: Jeremy Fox / AP

Ein Kürbis-Fest im US-Staat New Hampshire ist am Wochenende in eine Gewaltorgie mit Dutzenden Verhaftungen und Verletzten abgeglitten. Bereitschaftspolizisten gingen in Keene mit Tränengas gegen Gruppen von Jugendlichen vor, die nach Angaben einer Augenzeugin mit allem um sich warfen, was sie finden konnten: „Steine, Skateboards, Eimer, Kürbisse“.

Studenten des Keene State College hatten den Schilderungen zufolge rund um das jährliche Kürbis-Festival Partys gefeiert. Offenbar begünstigte hoher Alkoholkonsum die Ausschreitungen. Feuerwehrchef Mark Howard teilte mit, mindestens 30 Menschen seien vor Samstagabend nahe dem Campus verletzt und 20 von ihnen in Krankenhäuser eingeliefert worden.

Feuer in den Straßen, Tränengas, 235 Notrufe, 49 Verhaftungen

Laut Polizeibericht wurden mindestens 49 Personen verhaftet. Ein großer Teil davon schien mit den Ausschreitungen im Zusammenhang zu stehen. Ein Video des Fernsehsenders WMUR-TV zeigte, wie eine Menge ein Auto umkippte, Menschen vor Tränengasschwaden flüchteten, Verkehrsschilder umgerissen und Feuer in den Straßen entzündet wurden.

Zwischen Freitagnacht und Sonntagfrüh seien 235 Notrufe in der Polizeizentrale eingegangen, hieß es am Sonntag weiter. Die Studentin Ellery Murray, die selbst vor Ort war, sagte der Zeitung „The Boston Globe“, ein Grund der Ausschreitungen sei Alkohol gewesen: „Die Leute waren einfach zu betrunken.“ Bei dem Kürbis-Fest versuchten die Veranstalter, einen Weltrekord für die meisten Kürbislaternen an einem Ort aufzustellen.