Nordrhein-Westfalen

Misswahl geplatzt – Berliner Veranstalter festgenommen

Trauriges Ende einer Misswahl – 35 Kandidatinnen hatten sich auf einen glamourösen Abend gefreut. Doch vor Ort war nur der Veranstalter. Die Polizei nahm den Mann fest.

Mit der Festnahme des Veranstalters hat eine Miss-Wahl in Dormagen ihren unrühmlichen Höhepunkt und zugleich ihr trauriges Ende gefunden. 35 Damen waren angereist in Erwartung eines spektakulären Abends mit prominenter Jury, hochwertigen Preisen, lukrativen Sponsorenverträgen und der Hoffnung auf den Titel als Schönheitskönigin.

270 Euro Teilnahmegebühr hatte sich dies jede „Miss“ kosten lassen, berichtete die Polizei am Montag in Neuss. Vor Ort wartete am Sonnabend aber lediglich der 46-jährige Veranstalter vor dem einfachen Holzsteg im Veranstaltungssaal des Bürgerhauses und machte Fotos der Models mit einer kleinen Digitalkamera.

Die Frauen riefen daraufhin die Polizei. Die stellte fest, dass der 46-jährige Berliner bereits wegen Betrugsverdachts mit Haftbefehl gesucht wurde und nahm ihn kurzerhand fest. Die Polizei in ihrer Mitteilung: „Für die ‚Missen’ bedeutete dies: Außer Spesen nicht gewesen.“