Island

Bardarbunga ausgebrochen - Alarmstufe rot für Luftverkehr

Im europäischen Luftverkehr kommt es trotz eines Vulkanausbruchs in Island nicht zu Behinderungen. Es gilt Alarmstufe rot, aber bislang wurde keine Asche in der Luft festgestellt.

Nach mehreren Erdbeben ist in der Nacht zum Freitag der isländische Vulkan Bardarbunga ausgebrochen. „Kurz nach Mitternacht hat ein Vulkanausbruch begonnen“, hieß es in einer Erklärung des Zivilschutzes. Allerdings sei zunächst keine Vulkanasche ausgestoßen worden.

Das Meteorologische Institut rief die höchste Alarmstufe rot für den Luftverkehr aus. Der Luftraum über dem größten Vulkan des Landes wurde geschlossen, wie der Zivilschutz erklärte. Allerdings blieben die Flughäfen des Landes bis auf weiteres geöffnet.

Die Lage in Island wird aufmerksam verfolgt, weil jeden Tag viele Transatlantikflüge die Region überqueren. Wissenschaftler befürchten, dass ein größerer Ausbruch des Vulkans erhebliche Schäden anrichten und durch Aschewolken den Flugverkehr in Nordeuropa und über dem Nordatlantik behindern könnte. Die kleinen Partikel können im Extremfall zum Ausfall von Flugzeugtriebwerken führen. Das Bundesverkehrsministerium hat bereits Vorkehrungen getroffen.

Im April 2010 hatte die Eruption des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull einen Monat lang den Flugverkehr in Europa lahmgelegt. Mehr als 100.000 Flüge wurden damals gestrichen, gut acht Millionen Reisende saßen zum Teil tagelang auf Flughäfen fest.