Grubenunglück

Noch 18 Kumpel werden in türkischer Unglücksmine vermutet

Nach Angaben der türkischen Regierung sollen noch höchstens 18 Männer in Soma verschüttet sein. Der Energieminister ließ aber keine Hoffnung erkennen. Die Zahl der Toten könnte damit auf 302 steigen.

Foto: Sedat Suna / dpa

In der türkischen Unglücksmine von Soma werden nach Angaben der Regierung noch höchstens 18 verschüttete Kumpel vermutet. Das sagte Energieminister Taner Yildiz am Freitag, der aber erkennen ließ, dass die Eingeschlossenen höchstwahrscheinlich tot sind. Zuletzt hatte die Zahl der Toten bei 284 gelegen. Yildiz sagte nun, dass sie wohl auf bis zu 302 steigen werde.

Bislang war unklar, wie viele Bergleute sich genau in der Kohlegrube in Soma in der Westtürkei aufhielten, als sich dort am Dienstag eine Explosion ereignete. Yildiz sagte, anders als vermutet seien „nicht Hunderte Menschen“ in der Mine eingeschlossen.

Die Wut über das Unglück hatte sich zuletzt zunehmend gegen die Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan gerichtet. In Ankara, Izmir und Istanbul gingen Zehntausende Menschen auf die Straße. Sie werfen der Regierung vor, Sicherheitsmängel in den Bergwerken der Türkei in Kauf genommen zu haben.