Suche nach Boeing

Flug MH370 – Malaysia meldet 122 mögliche Wrackteile

Es gibt neue Hoffnung, Trümmerteile der vermissten Boeing und damit letztlich die mögliche Absturzstelle von Flug MH370 zu finden. Auf Satellitenaufnahmen sind 122 Objekte im Indischen Ozean zu sehen.

Auf Satellitenaufnahmen sind nach malaysischen Angaben 122 Objekte im Indischen Ozean entdeckt worden, die zur verschollenen Passagiermaschine der Malaysia Airlines gehören könnten. Dies meldete die malaysische Regierung am Mittwoch.

Es wäre bei weitem die größte Zahl möglicher Wrackteile, die aus dem Weltall gesichtet wurden. Vor Ort hatten Suchmannschaften Tausende Kilometer südwestlich von Australien auch schon vom Flugzeug aus unbekannte Gegenstände entdeckt und markiert. Geborgen wurde davon aber noch keines, auch eine eindeutige Zuordnung zu dem seit dem 8. März 2014 verschollenen Flugzeug steht noch aus.

Je länger jedoch die Suche im Indischen Ozean nach Wrackteilen des Flugzeugs dauert, desto schwieriger wird nach Expertenmeinung die Lokalisierung der Absturzstelle von Flug MH370. „Der einzige Wert eines Funds heute ist eigentlich nur noch, dass wir dann einen Beweis haben, dass die Maschine abgestürzt ist“, sagte David Griffin, Ozeanograph des australischen Forschungsinstituts CSIRO in Hobart, Tasmanien.

Andererseits ist das Finden von Trümmerteilen entscheidend. „Man braucht Wrackteile“, sagte der Tiefseetechniker Sylvain Pascaud. Finde man Trümmer, wären sie mehr als zwei Wochen lang von der Unglücksstelle abgedriftet, aber ihr möglicher Weg ließe sich in ein eingrenzbares Gebiet zurückverfolgen. „Wenn man das Suchgebiet hat, kann man Roboter einsetzen und es sollte nicht ewig dauern, das Flugzeug zu finden“, sagte der 51-Jährige aus Frankreich.

Pascaud fand 2011 mit seinem Team und speziellen Tauchrobotern das Wrack der Air-France-Maschine, die 2009 auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris in den Atlantik gestürzt war.