Krankheit

Schauspielerin Mareike Carrière mit 59 an Krebs gestorben

In der Serie „Praxis Bülowbogen“ spielte sie neben Günter Pfitzmann. Als Streifenpolizistin im „Großstadtrevier“ wurde sie bundesweit bekannt. Jetzt ist Schauspielerin Mareike Carrière gestorben.

Foto: Horst Ossinger / dpa

Mareike Carrière hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Sie ist im Alter von 59 Jahren an der Krankheit gestorben. Die unter anderem durch die TV-Serie „Großstadtrevier“ bundesweit bekanntgewordene Schauspielerin starb nach Angaben ihres Managements in der Nacht zu Montag in Hamburg an den Folgen einer Krebserkrankung. Sie sei im Kreise ihrer Familie gestorben, sagte eine Sprecherin des Managements in der Hansestadt.

Mareike war die jüngere Schwester des Schauspielers Mathieu Carrière (63). Bereits als Kind stand sie auf der Bühne, gemeinsam mit ihren Geschwistern Mathieu und Till.

„Mareike Carrière hat sich schauspielerisch nie auf bestimmte Typen fixieren lassen. Ihre große Stärke war die Vielseitigkeit – vom Serienstar bis hin zur Charakterdarstellerin. Das Fernsehen verliert eine eindrucksvolle Persönlichkeit. Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie“, sagte NDR-Intendant Lutz Marmor am Dienstag.

Einem Millionenpublikum bekannt

Populär wurde die in Hannover geborene Schauspielerin besonders durch ihre Rollen in TV-Serien. Von 1984 bis 1993 verkörperte sie die Polizistin Ellen Wegener in der ARD-Vorabendreihe „Großstadtrevier“, die in Hamburg spielt. Sie war damit eine der ersten Polizistinnen im deutschen Fernsehen, nahm hierfür Karate- und Schießunterricht und hospitierte auch bei der Polizei.

1993 stieg sie nach 62 Folgen aus der Erfolgsserie aus. Auch danach stand die Norddeutsche in zahlreichen Produktionen für den NDR und die ARD vor der Kamera, zuletzt 2012 in Lübeck für die Vorabendserie „Heiter bis tödlich – Morden im Norden“.

Sozial engagiert

In der Berliner Serie „Praxis Bülowbogen“ (1986-1995) war sie als Ärztin neben Günter Pfitzmann zu sehen. In der Reihe „Schule am See“ (1996-1999) stellte die Schauspielerin eine unorthodoxe und beliebte Lehrerin dar.

Von 1981 bis 1994 war sie mit dem Filmproduzenten Joachim von Vietinghoff verheiratet. 1993 verlegte sie ihren Wohnsitz nach Hamburg und heiratete dort 1997 den Zahnarzt Gerd Klement.

Carrière hat sich sozial engagiert, sie war unter anderem Repräsentantin von UNICEF und förderte das Hospiz Hamburger Leuchtfeuer.

ARD ändert das Programm

Nach dem Tod von Mareike Carrière ändert die ARD am Mittwoch, 19. März 2014, um 20.15 Uhr ihr Programm und zeigt folgenden Spielfilm mit Mareike Carrière in einer der Hauptrollen: „Meine Tochter und der Millionär“ (ARD Degeto), Spielfilm Deutschland 2009.

In der Komödie liefert sich Jan Fedder als Müllmann mit dem Herz am rechten Fleck mit Mareike Carrière in der Rolle der künftigen Schwiegermutter seiner Tochter herrliche Streitgespräche, bei denen man förmlich die Blitze zucken sieht.