RTL-Dschungelcamp

Winfried Glatzeder knufft Larissa unsanft und brüllt

Tag 13 im Dschungel ist voller Aggressionen. Winfrieds Aggressionen. Glatzeder brüllt nicht nur Mitbewohnerin Melanie an, sondern wird auch noch handgreiflich gegen Larissa. Gehen muss aber ein anderer.

Was ist nur mit Winfried Glatzeder los? Es gibt offenbar keinen Camp-Mitbewohner mehr, der vor dem ehemaligen „Tatort“-Kommissar sicher wäre, den er nicht verbal in die Mangel nimmt. Larissa kennt das zur Genüge. Aber an Tag 13 im australischen Busch war nun auch Melanie Müller an der Reihe. Die Blondine mit dem ostdeutschen Akzent hatte dabei eigentlich nichts Nennenswertes gemacht, was so provozierend hätte sein können – trotzdem prasselten reichlich Unfreundlichkeiten aus dem Mund des 69-Jährigen auf sie ein.

Alles fing damit an, dass Marco Angelini, „der Lappen aus der Dschungelprüfung“ (O-Ton Sonja Zietlow), wieder einmal moserte, unzufrieden war, raus wollte aus dem Camp. „Laber nicht rum“, faucht Winfried ihn an.

„Wenn man down ist, ist man down“, versucht Melanie, Marco zu verteidigen. Sie sagt das ganz ruhig und mit Feingefühl in der Stimme, für Marco, damit er sich besser fühlt. Doch dann rastet Winfried richtig aus. „Sie hat keine Ahnung, was labert sie immer mit so einem dummen Selbstbewusstsein, das so hohl ist“, poltert er. „Nur weil sie einen Hoden gegessen hat, bildet sie sich das ein.“ Und es geht noch weiter: Winfried attestiert Melanie eine „tiefe Borniertheit“, über die er sich nur wundern könne.

Larissa bekommt noch mehr ab

Melanie tut wohl das einzig richtige: Sie flieht. Ins Dschungeltelefon. „Was faucht der mich da so an? Ich bin den ja noch nie angegangen. Das sind natürlich Sachen, die gehen gar nicht“, beschwert sie sich völlig zu recht.

„Sie war doch ganz ruhig“, versucht Jochen derweil draußen Winfried zu beschwichtigen. „Sie war nicht ruhig“, grätzt Winfried zurück. Melanie kommt wieder raus: „Hast du bemerkt, wie höflich ich zu dir bin?“, fragt sie ihn. „Nein, ich habe nur bemerkt, dass du bei einigen Themen eine ganz fürchterliche Art hast“, antwortet er. Im Dschungeltelefon legt er nach: „Als wenn sie eine junge Feldwebelin der NVA wäre, ich weiß nicht, in was für einem Elternhaus sie aufgewachsen ist.“ In was für einem Elternhaus er aufgewachsen ist, fragt man sich derweil allerdings auch.

Das ganze steigert sich sogar noch nach Jochens Dschungelprüfung, in der er sechs Minuten lang in völliger Dunkelheit zusammen mit Ratten und Kakerlaken ausharren muss. Für die vier Sterne, die er dabei erkämpft, bekommen die Camper als Abendessen zwei Krokodilfüße – an denen sich Winfrieds Aggression erneut entzündet.

Marco Angelini muss gehen

Dieses Mal liegt es an Larissa. „Ich ess’ kein Krokodilhaxen“, quietscht sie, nachdem sie die glitschigen Dinger berührt hat. Weil sie nicht weiß, was sie mit ihrer feuchten Hand machen soll, wischt sie sie kurzerhand an Winfrieds Hemd ab. Nett ist das nicht. Und der Glatzeder explodiert. Er knufft Larissa gar nicht mal so unsanft in die Seite. Und brüllt. Sie fährt erschrocken zusammen. „Ich hab Angst vor dir“, sagt Larissa.

Auch die anderen bekommen den Zwischenfall mit. Auch das Moderatoren-Duo Sonja Zietlow und Daniel Hartwich machen deutlich, dass sie die kleine Handgreiflichkeit nicht besonders witzig finden – nur Tanja Schumann, die immer noch unfassbar unauffällig im Camp sitzt, gibt Winfried Rückendeckung.

„Ich bin kein Schmutztuch“, sagt er erst, lenkt dann aber wohl aus Einsicht ein. „Ich entschuldige mich, aber mach’ das bitte nicht noch mal.“

Von den Zuschauern bleibt die Quittung für sein cholerisches Verhalten allerdings aus. Nominiert ist wieder einmal Tanja – doch das Camp verlassen muss Marco, der „Lappen aus der Dschungelprüfung“. Am Ende hat er bekommen, was er anfangs wollte.