Dschungelcamp

Marco rackert sich ab – RTL setzt ganz auf Larissa-Festspiele

Tag 10 im Dschungelcamp: Ex-DSDS-Kandidat Marco Angelini stellte sich bei einer Ekel-Prüfung unter Beweis. Er machte das gut, aber schon nach kurzer Zeit stand wieder Österreicherin Larissa im Fokus.

Foto: (c) RTL / Stefan Menne

Eine Frage vorab: Warum trägt Marco Angelini eigentlich immer eine Mütze auf dem Kopf? Im australischen Dschungel ist es warm bis heiß, in dem feucht-tropischen Klima fühlen sich Blutegel auch außerhalb des Wassers offenkundig pudelwohl. Doch der studierte Arzt aus Österreich tritt niemals ohne seine wollene Kopfbedeckung vor die Kameras, die er sogar als einen von zwei erlaubten „Luxusgegenständen“ mit ins RTL-Camp genommen hat. Der andere war übrigens ein kleiner Marienkäfer aus Kristall.

Wie dem auch sei: „Mützen-Marco“, wie ihn Moderatorin Sonja Zietlow auch getauft hat, muss an Tag 10 zum ersten Mal allein eine richtige Dschungelprüfung absolvieren. Und die hat es ganz schön in sich: Mit einem Helm statt einer Mütze muss der Ex-DSDS-Kandidat durch einen gläsernen Tunnel kriechen, vorbei an Spinnen, Schlangen, Aalen und anderem krabbeligen Getier.

Das nimmt ihn mit, man sieht das, denn Marco wird blass und muss zwischendurch per Stoßatmung seine Nervosität bekämpfen. „Die Schlange ist echt scheiße“, sagt er. Und das Wasser, in das er tauchen muss, um an die Sterne zu gelangen, „ein Albtraum“.

Er macht das alles nicht perfekt, aber einigermaßen gut und ohne zu mosern. Er holt fünf Sterne. Und damit fünf mehr als Mitstreiter Mola vor zwei Tagen, der seine Prüfung einfach abgebrochen hatte. Gut, dass er die Prüfung nicht machen musste. „Das ist kein Spaß mehr, hier geht es wirklich an eine Todesgrenze“, sagt der Adebisi dann auch nach Marcos Prüfung. Jaja.

Langweilig ohne Dschungel-Querelen

Man kann diese Episode dieser Dschungel-Folge damit aber auch abhaken. Denn ziemlich schnell wird klar: Ohne Auftritte von Larissa ist das Camp ein ganzes Stück langweiliger. Ohne menschliche Querelen, ohne kommunikative Missgeschicke, ohne Ego und Eitelkeiten. Gut, dass RTL im zweiten Teil der Sendung endlich die Larissa-Festspiele beginnen lässt.

Die Kameras beobachten die Österreicherin dabei, wie sie... ja, was überhaupt? Wie sie wieder einmal ohne Balance und Geschick auf den Boden fällt. „Auaaaaa“ kräht sie laut. Und nochmal: „Auaaaa. Ich bin auf meine Tasse gefallen. Mein Drecksgelenk. Alter, ich hab meine Hand gebrochen.“ Da ist das Drama.

Larissa sprintet los, ins Dschungeltelefon. Zack, Tür auf. „Ich brauche einen Arzt“, sagt sie atemlos. „Das ist kein Scherz, das ist echt kein Scherz“. Doch statt einen Arzt zu schicken, wird Larissa beim Leiden beobachtet. „Ich hab das nicht verdient“, jammert sie und zeigt noch einmal ihr Handgelenk. Schließlich brüllt sie: „Ich kann nicht mehr.“

Doch das Fernsehen hilft nicht. Und die anderen Camper auch nicht. „Jetzt hat sie keine Prüfung und macht eine andere Show“, sagt Marco, und zwar ziemlich abfällig. „Lächerlich, echt.“ Und was jetzt? RTL löst es nicht auf. Man kann also davon ausgehen, dass Larissa sich nichts gebrochen und wieder einmal ein wenig übertrieben hat. Sei’s drum. Es geht ja um die Show.

Am Ende wurden dann die traditionellen Briefe von den Lieben Zuhause laut verlesen, es wurde viel geweint und ein wenig gelacht. Und der nächste Kandidat musste das Camp verlassen: Mola Adebisi, der zumindest so tat, als würde er sich darüber freuen.

Die vielen Zuschauer, die ihrem Unmut über den so oft meckernden Dschungelkandidaten in den sozialen Netzwerken Luft gemacht hatten, freuen sich sicherlich auch.