Catch the Millionaire

Wie sich eine Berlinerin den Millionär schnappen will

18 Frauen suchen in der TV-Show „Catch the Millionaire“ nach reichen Männern. Teilnehmerin Jana verrät der Berliner Morgenpost ihre Strategie. Als „geldgeile Tussi“ will sie nicht rüberkommen.

Foto: Sergej Glanze; ProSieben Richard Hübner<252,1> / <219,4,191>Sergej Glanze; ProSieben Richard Hübner<252,1>

Jeder zweite Mann, der vorbei kommt, schaut in ihre Richtung. Schwarzes Minikleid, High Heels, die Beine elegant übereinandergeschlagen. Jana sitzt nicht, sie posiert im Sessel auf der Terrasse. Womöglich ist die Bar in Berlin Mitte ein guter Ort, um einen Millionär zu treffen. Darin hat Jana mittlerweile Erfahrung. Als eine von 18 Frauen hat sie bei der Casting-Show „Catch the Millionaire“ teilgenommen.

Es geht für die Kandidatinnen darum, innerhalb von drei Wochen in einer historischen Villa in der Toskana das Herz eines von drei Millionären für sich zu gewinnen. Was die Zuschauer von Beginn an wissen: Lediglich einer von ihnen ist wirklich reich. So stellt sich für die Frauen am Ende die Frage: Geld, Liebe – oder gar beides?

Der Traum-Mann prahlt nicht mit großen Uhren

„Ich brauche keinen Millionär als Mann“, sagt die Friseurin, die sich als Make-up-Artist selbstständig gemacht hat. „Eher wäre es mir unangenehm, wenn mein Freund mir ständig alles ausgeben, mich mit Taschen, Schuhen und Schmuck überschütten würde.“ Er müsse höflich sein, dürfe zudem nicht mit großen Uhren prahlen oder immer nur perfekt geschnittene Anzüge tragen, sagt Jana.

Am liebsten wäre ihr ein Millionär, der auch mal ein Loch im T-Shirt hat. „Ich denke, dass ich so nicht als geldgeile Tussi rüberkomme“, sagt Jana selbstbewusst. Sie gibt zu, großen Wert auf ihr Äußeres zu legen. Umso wichtiger sei es für sie gewesen, während der drei Wochen des Dauerflirtens in der Toskana authentisch zu bleiben. Immerhin würden Millionen von Menschen sie sehen.

Aber die Situation, beim Flirten die Initiative ergreifen zu müssen, habe sie überfordert. Privat lasse sie normalerweise Männern den Vortritt. Bei „Catch the Millionaire“ aber hat Jana Konkurrenz – 17 andere Frauen, die alle wegen einem gekommen sind: dem Millionär. Der Zickenkrieg war programmiert.

Mit ungewöhnlichen Fragen in Erinnerung bleiben

Bei Einzel-Dates oder gemeinschaftlichen Ausflügen mussten sich die Frauen schwer ins Zeug legen, um die Aufmerksamkeit der drei Männer auf sich zu lenken. Einige hätten bewusst mit ihren körperlichen Reizen versucht zu punkten, sagt Jana, andere mit Gesprächen. Letzteres sei auch ihre Taktik gewesen. „Ich habe zum Beispiel gesagt: ,Ich kenn‘ dich irgendwo her, obwohl das natürlich geflunkert war“, sagt sie. „Mein persönlicher Trick ist, Männern mit ungewöhnlichen Fragen in Erinnerung zu bleiben.“

Verraten, ob sie einen der Männer überzeugen konnte, darf Jana nicht. Die Sendung startet erst heute Abend. „Wenn ich einen Mann fürs Leben finde, dann ist das toll. Wenn nicht, auch nicht so schlimm.“ Und selbst, wenn es am Ende nicht der Millionär geworden ist – eine gute Gage hat Jana auf jeden Fall bekommen.

„Catch the Millionaire“, ProSieben, Donnerstag, 20.15 Uhr