Bambi für Integration

Peter Maffay - Die Laudatio auf Bushido war kein Fehler

Peter Maffay überreichte Bushido 2011 den Bambi für Integration und musste dafür viel Kritik einstecken. Er befindet es immer noch als richtig, eine Laudatio auf ihn gehalten zu haben.

Foto: Christian Augustin / Getty Images

Rapper Bushido ist seit langem umstritten, Schlagzeilen über ihn reißen nicht ab. Berliner Steuerfahnder durchsuchten erst kürzlich seine Wohnungen, auch der Steuerberater bekam Besuch. In der Vergangenheit war er wegen frauen- und schwulenfeindlicher Textpassagen kritisiert worden.

Auch 2011 löste Bushido eine Kontroverse aus, weil er einen Bambi für gelungene Integration erhielt.

Dem Rapper wurden im Zuge dessen die gewaltverherrlichenden und homophoben Texte seiner Rap-Lieder vorgeworfen.

Kurz nach der Verleihung wandte sich Peter Maffay, der die Laudatio auf den Rapper gehalten hatte, von ihm ab, da Bushido zunächst behauptet hatte, sich von seinen brutalen Texten distanzieren zu wollen, allerdings keine Konsequenzen folgen ließ.

Maffay steht zu seiner Rede

Maffay bereut es heute aber trotzdem nicht, ihm eine Chance gegeben zu haben. „Nur weil das nicht geklappt hat, war es kein Fehler“, versicherte Maffay jetzt im Interview mit der ’Münsterschen Zeitung’. Laut dem Sänger wäre Bushido im Falle der Besserung „als Protagonist und Multiplikator der lebendige Beweis dafür gewesen, dass man sich auch ändern kann.“

Maffay zieht ein klares Fazit zur Diskussion um den Integrations-Bambi für Bushido. Es hätte in seinem Umfeld „eine ganze Reihe von Heuchlern gegeben“, die ihm vorgeworfen hätten, wie er so etwas bloß tun könne. „Aber dazu habe ich immer gesagt, wenn man nicht miteinander redet und nur schweigt, sich nicht wahrnimmt und Chancen nicht stattfinden lässt, dann wird es keine Entwicklung geben.“ Man solle Farbe bekennen, so der Sänger und Komponist weiter.

Nach Bushidos Bambi-Gewinn meldeten sich mehrere Prominente kritisch zu Wort. So gab beispielsweise Heino seinen Bambi an den Burda-Verlag zurück. „Ich bin zutiefst empört, dass man einem gewalttätigen Kriminellen wie Bushido den Bambi verleiht“, beschwerte sich der Schlagersänger nach der Verleihung in der ’Bild’. „Mit diesem Mann möchte ich nicht auf eine Stufe gestellt werden. Deshalb schicke ich meinen Bambi dankend an den Burda-Verlag zurück.“

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