US-Navy Seal

Bin-Laden-Schütze hat keinen Anspruch auf Rente

Foto: Shane_Mccoy / picture-alliance / dpa

Er erschoss al-Qaidas Terror-Chef Osama Bin Laden. Doch weil er vor der Pensionsgrenze kündigte, lebt der Navy Seal heute in Armut.

Der Mann, der Osama Bin Laden erschoss, fürchtet ein Leben ohne Krankenversicherung und Rente mehr als seinen Tod durch die Rächer al-Qaidas. Dies ist die ebenso sonderbare wie erschütternde Essenz eines grandiosen Magazinporträts des Elitesoldaten, der mit 22 weiteren Mitgliedern des Navy Seal Team 6 in der Nacht zum 2. Mai 2011 Bin Laden im pakistanischen Abbottabad tötete.

„Der Schütze“, wie ihn der Journalist Phil Bronstein in seinem „Esquire“-Artikel nur nennt, weiß seit dem Ausscheiden aus dem Dienst im September 2012 nach 16 Jahren nicht, wie er seine Familie ernähren und Arztrechnungen bezahlen soll. „Die meisten von uns haben der Gesellschaft im Zivilleben nichts zu bieten“, sagt der Navy Seal, „wir können wirklich gut Feinde jagen und töten, aber das war’s auch.“

Von 60.000 Dollar plus Zulagen ins Nichts

Auch wenn das Pentagon schweigt, die Netzgemeinde ereiferte sich sogleich, als die ersten Meldungen über den verarmenden Bin-Laden-Killer auftauchten. Auf der Webseite des National Public Radio streiten sich alte Krieger, ob möglich sein könne, was der „Schütze“ in dem „Esquire“-Artikel behauptet: Nach den 60.000 Dollar Jahreseinkommen plus Zulagen kam der freie Fall.

Denn er sei aus dem Dienst knapp vier Jahre vor der Pensionsgrenze ausgeschieden. Statt 2200 Dollar Rente stünde ihm nichts zu, auch nicht kostenlose Krankenversicherung durch das Amt für Veteran Affairs. „Niemand, der für dieses Land in Übersee kämpft, soll je in der Heimat um einen Job kämpfen müssen“, versprach Barack Obama vor einem Jahr am Veterans Day.

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