„Das goldene Band“

„Tatort”-Fortsetzung beschert ARD Rekordquote

Den zweite Teil von „Wegwerfmädchen“ verfolgten mehr als elf Millionen Zuschauer. Auch Jauchs Polittalk danach sahen so viele wie noch nie.

Foto: NDR/Gordon Muehle

„Das goldene Band“ ist die erfolgreichste „Tatort“-Folge mit Ermittlerin Charlotte Lindholm. 11,02 Millionen Menschen sahen Sonntagabend in der ARD die Episode mit Schauspielerin Maria Furtwängler in der Hauptrolle, wie der Sender am Montag mitteilte. „Das goldene Band“ erreichte damit einen Marktanteil von 29,9 Prozent.

Die Fortsetzung von „Wegwerfmädchen“ konnte noch mehr Zuschauer vor den Fernseher locken als der erste Teil. Die vorige Folge war mit 10,7 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 28 Prozent dem NDR zufolge der bis dahin erfolgreichste „Tatort“ aller Zeiten mit Lindholm. „Das goldene Band“ brach diesen Rekord.

Zuschauerrekord auch bei Jauchs Talkshow

„Wir werden nun sicher nicht jeden ‚Tatort‘ als Zweiteiler konzipieren, aber es ist ganz sicher auch möglich, so zu erzählen. Man muss Grenzen immer wieder ausloten, Neues entdecken wollen“, schildert der NDR-Verantwortliche Christian Granderath.

Einen Bestwert erzielte auch Günther Jauch mit seinem Polittalk in der ARD: Um 21.45 Uhr schalteten 6,27 Millionen Menschen (20,9 Prozent) seine Gesprächsrunde zum Thema „Tatort Rotlichtmilieu – Wie brutal ist das Geschäft mit dem Sex?“ ein. So viele Zuschauer hatte Jauch seit Beginn bei der ARD im September 2011 noch nicht.

Alice Schwarzer fordert Verbot von Prostitution

In der Talkrunde forderte Feministin Alice Schwarzer das Verbot von Prostitution in Deutschland und damit die Zurücknahme des von Rot-Grün im Jahr 2002 beschlossene Prostitutionsgesetz. Sie bezog sich dabei auf positive Erfahrungen mit verschärften Gesetzen in Skandinavien, wo auch Freier bestraft werden. Unterstützung bekam Schwarzer dabei von Christian Zahel, der Chef der Abteilung für organisierte Kriminalität beim Landeskriminalamt in Hannover, der das Szenario des „Tatorts“ aus der polizeilichen Praxis bestätigte. Dagegen verteidigte Renate Künast (Grüne) das verabschiedete Gesetz.

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