Urteil

Vanessa-Mörder muss in Sicherungsverwahrung

Foto: Stefan Puchner / dpa

Der Täter hatte die Zwölfjährige im Februar 2002 brutal getötet. Jetzt folgte das Landgericht Augsburg dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Der Mörder der zwölfjährigen Vanessa muss in nachträgliche Sicherungsverwahrung. Dies entschied die Jugendkammer des Landgerichts Augsburg am Donnerstag nach monatelangen Verhandlungen und gab damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft statt.

Der heute 30-Jährige hatte im Februar 2002 im Alter von 19 Jahren die ihm unbekannte zwölfjährige Vanessa in ihrem Kinderzimmer in Gersthofen bei Augsburg mit 21 Messerstichen brutal getötet. Dabei hatte er sich mit einer Maske als „Tod“ verkleidet. Inzwischen hat er die Jugendhöchststrafe von zehn Jahren abgesessen.

Die Staatsanwaltschaft hielt Michael W. auch zehn Jahre nach der Tat für „hochgradig gefährlich“ und plädierte für eine nachträgliche Sicherungsverwahrung. Die Verteidigung hatte dies als Willkürmaßnahme ohne rechtliche Grundlage abgelehnt. Die Voraussetzungen für die nachträgliche Verwahrung sind äußerst streng.

( dapd/dpa/bee )

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