Vatikan

Papst Benedikt XVI. will mit dem Twittern anfangen

„Twurbi et tworbi“: Seine Botschaften will der Papst bald via Twitter in die Welt entsenden. Bis Ende des Jahres wird ein Account erstellt.

Foto: Britta Pedersen / dpa

„Gepriesen sei der Herr“, wird im deutschen Twitter-Netzwerk bisher eher selten gepredigt. Das soll sich bald ändern, denn die digitale Nutzergemeinschaft bekommt demnächst Zuwachs aus dem Vatikan: Papst Benedikt XVI. will seine Botschaften künftig auch über Twitter verbreiten.

Papstsprecher Federico Lombardi bestätigte am Freitag, dass im Vatikan die Einrichtung eines persönlichen Nutzerkontos für den Papst geprüft werde. „Es ist möglich, dass dies noch bis Ende des Jahres geschieht“, sagte Lombardi. Dann werde es auch eine offizielle Präsentation dazu geben.

Vielleicht wird ja bereits der jährliche Weihnachtssegen „Urbi et Orbi“ via Internet in die Welt entsandt. Die Nachricht von den päpstlichen Twitter-Plänen fand auf den Seiten des Internet-Dienstes rege Resonanz. Ein Nutzer bezeichnete den traditionellen Segen für die Stadt und den Erdkreis im Twitter-Slang schon als „Twurbi et Tworbi“.

Kontinuierlich stärkere Web-Präsenz

Zum ersten Mal getwittert hat das 84 Jahre alte Kirchenoberhaupt bereits im Juni vergangenen Jahres. Damals gab er über das Twitter-Konto von Radio Vatikan den Start eines neuen Nachrichtenportals der katholischen Kirche bekannt und fügte auf Englisch hinzu: „Gelobt sei unser Herr Jesus Christus! Mit meinen Gebeten und Segenswünschen, Benedictus XVI“. Der Vatikan hat seine Web-Präsenz in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgeweitet. Den vatikanischen Kanal im Videoportal YouTube haben mehr als 35.000 Nutzern abonniert.

Im Frühjahr 2012 hatte der Pontifex schon einmal Aussagen seiner Fastenbotschaft in täglichen Tweets verbreiten lassen. Wie damals dürfte er aber auch künftig die Botschaften nicht selbst eintippen, sondern dies einer vatikan-internen Medieninstitution überlassen.

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