Extremsportler

Felix Baumgartner plädiert für eine „gemäßigte Diktatur“

Mit einem bewegenden "I’m going home now" sprang Baumgartner der Erde entgegen. 14 Tage danach irritiert er mit politischen Äußerungen.

Foto: Herbert Neubauer / dpa /picture alliance

– Rund zwei Wochen nach seinem Überschallsprung hat Extremsportler Felix Baumgartner sich zu politischen Fragen geäußert. Mit seinen umstrittenen Ideen zur österreichischen Staatsform dürfte er seine Fangemeinde allerdings überraschen. In einem Interview mit der österreichischen „Kleine Zeitung“ sagte er auf die Frage, ob ein Wechsel in die Politik eine Option für seine Zukunft wäre: „Nein, man hat das am Beispiel Schwarzenegger gesehen: Du kannst in einer Demokratie nichts bewegen. Wir würden eine gemäßigte Diktatur brauchen, wo es ein paar Leute aus der Privatwirtschaft gibt, sie sich wirklich auskennen.“

In Geldfragen scheint Baumgartner dann schon genauer zu wissen, wovon er spricht und mit wem er Geschäfte machen will. Erst kürzlich hat er seinen Wohnort in die Schweiz verlegt. Auf die Frage, warum er sich für einen Umzug entschieden hat, sagte er der „Kleine Zeitung“: „Das hat steuerliche Gründe. Weil es in Österreich schwierig ist. Man hat keine Sicherheit, was die Steuern betrifft. In der Schweiz hat man die Möglichkeit, sich mit dem Finanzminister zu einigen. Da muss man Unterlagen auf den Tisch legen und weiß, woran man ist. In Österreich ist es das nicht, da gibt es immer wieder Finanzbeamte, die meinen, das, was ich mache, ist kein Sport.“

Extremsportler Felix Baumgartner wird nach seinem Sprung aus der Stratosphäre weltweit gefeiert. Der 43-Jährige hat bei seinem Sturz in einem speziellen Druckanzug die Schallmauer durchbrochen und dabei außerdem zwei weitere Rekorde aufgestellt: Den höchsten bemannten Ballonflug und den höchsten Fallschirmsprung.