Unfall bei Peking

Mehrere deutsche Ärzte sterben bei Busunglück in China

Schwerer Verkehrsunfall in China: Nach einer Kollision mit einem LKW ist ein Reisebus auf einer Schnellstraße nahe Tianjin in Brand geraten.

Mehrere deutsche Ärzte sind bei einem schweren Busunfall in China ums Leben gekommen. Bei der Tragödie auf einer Schnellstraße zwischen Peking und Tianjin fanden am Montagmorgen nach offiziellen Angaben sechs Menschen den Tod. Ein mit 21 Menschen besetzter Reisebus fuhr gegen 8.30 Uhr auf einen Lastwagen auf, fing Feuer und brannte völlig aus. Nach Angaben der deutschen Botschaft in Peking waren 19 deutsche Mediziner sowie ein chinesischer Reiseleiter und der einheimische Fahrer an Bord des Busses.

Die bei einem Busunfall getöteten Deutschen stammen offenbar aus Bayern. Eine chinesische ZDF-Mitarbeiterin habe in einem Krankenhaus von einem der Verletzten erfahren, dass in dem Bus eine bayerische Reisegruppe unterwegs gewesen sei, berichtete der Sender am Montag im „Mittagsmagazin“.

Die exakte Zahl der deutschen Todesopfer war auch Stunden nach dem Unfall noch unklar. Einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge starb außer fünf Deutschen auch der chinesische Busfahrer. Mitarbeiter der Deutschen Botschaft in Peking, die den Verunglückten zu Hilfe eilten, sprachen ebenfalls von wahrscheinlich fünf getöteten Deutschen. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte zunächst den Tod von mindestens vier Deutschen.

Überlastetet Autobahn am Nationalfeiertag

Chinesische Medien berichteten, dass insgesamt 14 Verletzte im Wuqing-Volkskrankenhaus in Tianjin behandelt würden, zwölf von ihnen seien Deutsche. Drei Verunglückte seien schwer verletzt. Deutsche Diplomaten sagten, die Verletzten seien auf drei Krankenhäuser verteilt worden. Nach Informationen des ZDF stammt die deutsche Reisegruppe aus Bayern.

Die überlebenden Verunglückten werden von Mitarbeitern der Deutschen Botschaft betreut, die aus Peking nach Tianjin gereist sind. Auch der Deutsche Botschafter in China, Michael Schäfer, ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes inzwischen dort eingetroffen.

Viele Autobahnen und Schnellstraßen in China waren aufgrund des chinesischen Nationalfeiertags am 1. Oktober überlastet. 85 Millionen Reisende fuhren bereits am Sonntagnachmittag auf Chinas Autobahnen, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Erstmals hatte die chinesische Regierung die Autobahnmaut für Privatfahrzeuge während der Feiertage ausgesetzt, was zu einem starken Verkehrsanstieg und zahlreichen Staus führte.

Die Ursache des tödlichen Busunfalls bei Tianjin war am Montag zunächst vollkommen unklar. Fest stand zunächst nur, dass der weiße Bus mit den deutschen Fahrgästen auf einen Lastwagen krachte, der einen Container transportierte. Der Bus fing dabei Feuer und stand rasch licherloh in Flammen.

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