Beinahe-Katastrophe

Notfall - Gase im Cockpit einer Maschine von Germanwings

Foto: Jan Woitas / dpa

Ein Airbus der Fluggesellschaft schrammte im Dezember 2010 bei der Landung in Köln offenbar haarscharf an einer Katastrophe vorbei.

Bei der Lufthansa-Tochter Germanwings hat es einen möglicherweise gefährlichen Zwischenfall mit Gasen im Cockpit gegeben. Wie die Zeitung „Die Welt“ und der Sender NDR Info berichteten, habe sich der Notfall bereits im Dezember 2010 ereignete.

Die beiden Piloten hätten beim Landeanflug auf den Köln/Bonner Flughafen beinahe das Bewusstsein verloren, nachdem ein süßlicher Geruch im Cockpit ausgeströmt sei. Die Besatzung des Fluges 753, die in Wien gestartet war, setzte die Sauerstoffmasken auf und meldete dem Tower eine Luftnotlage. Der Gesundheitszustand der Piloten verschlechterte sich zusehends, der Co-Pilot war nach eigenen Angaben nicht mehr in der Lage, die Maschine sicher auf den Boden zu bringen, schreibt „Die Welt“. Dem Kapitän gelang es unter Aufbietung letzter Reserven, den etwa 60 Tonnen schweren Airbus mit 149 Menschen an Bord manuell zu landen.

Nach Recherchen der beiden Medien soll die Fluglinie der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) zunächst wichtige Informationen vorenthalten haben.

Erst nachdem die Behörde Ende 2011 weitere Informationen erhalten hatte, nahm sie die Untersuchung auf. Inzwischen liegt ein Zwischenbericht vor. Germanwings-Sprecher Heinz-Joachim Schöttes wurde mit der Aussage zitiert, der Copilot habe sich lediglich „unwohl“ gefühlt. Der Kapitän sei nicht schwer beeinträchtigt gewesen und habe „nach dem Zwischenfall seine Arbeit weitergeführt“.

( dpa/sei )

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