Großbrand

Feuer in Lagerhalle - Dichte Wolke zieht nach Duisburg

Nach dem Brand der Lagerhalle eines Düngemittelbetriebs hängt ein Wolke über der Stadt. Laut ersten Messungen sind die Gase ungefährlich.

Foto: Martin Gerten / dpa

In Krefeld ist am Dienstagmorgen die Lagerhalle eines Düngemittelbetriebs in Flammen aufgegangen. Es hänge eine Schadstoffwolke in der Luft, die Richtung Duisburger Süden ziehe, sagte ein Feuerwehrsprecher. Speziell im südlichen Stadtgebiet Duisburg-Mündelheim wurden Bewohner über Sirenenalarm und das Radio informiert.

Laut ersten Messungen sind die Gase allerdings ungefährlich. Erste Analysen des Landesumweltamtes haben ergeben, dass keine Gefahr für Menschen in der Umgebung der Fabrik besteht.

Im Duisburger Vorort Mündelheim, der derzeit am stärksten von der Rauchwolke betroffenen ist, hätten die Stickoxid-Werte unter der Nachweisgrenze gelegen, sagte ein Lanuv-Sprecher. Auch die Ammoniak-Konzentration sei ungefährlich für Menschen. Entwarnung wollte der Sprecher jedoch noch nicht geben.

Zuvor waren die Bürger aufgerufen worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Lagerhalle brennt in voller Ausdehnung

Die etwa 50 mal 120 Meter große Lagerhalle brennt seit dem Morgen in voller Ausdehnung. Mehr als 120 Feuerwehrleute aus Krefeld und Duisburg sind im Einsatz. Eine riesige dunkelgrau-weiße Rauchfahne ziehe über den Rhein bis in den Süden von Duisburg, berichtete eine Augenzeugin.

In Duisburg tagte am Morgen ein Krisenstab, um über Sofortmaßnahmen zu entscheiden. Über Verletzte wurde zunächst nichts bekannt. Auch die Brandursache war am Morgen zunächst unklar. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

Beißender Rauch in Mündelheim

Eine Augenzeugin aus dem Duisburger Süden berichtete, dass der Stadtteil Mündelheim von beißendem Rauch eingehüllt ist. „Man kann kaum atmen, es stinkt nach Rauch, die Sicht ist schlecht. Die Häuser versinken in einer blauen Rauchwolke“, sagte sie.

„Das ist ziemlich apokalyptisch hier.“ Autofahrer mussten die Fenster schließen. Durchdringendes Sirenengeheul warnte vor möglichen Gefahren durch die Rauchgase. Aufgeschreckt durch die kilometerweit sichtbare Wolke trugen japanische Schüler im Düsseldorfer Norden auf dem Weg zur Schule bereits weiße Atemschutzmasken.