Fernseh-Preis

Haushohe Favoriten gehen bei der Emmy-Verleihung leer aus

Die smarten Werber von „Mad Men“ bekommen keinen Preis. Ausgezeichnet wird stattdessen das Drama „Homeland“ mit Claire Danes.

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Die US-Erfolgsserie „Mad Men“ ist bei den Emmys überraschend leer ausgegangen. Abräumer der Verleihung am Sonntagabend in Los Angeles waren die Spionagereihe „Homeland“ und die Comedyserie „Modern Family“, die jeweils in vier Kategorien ausgezeichnet wurden. Claire Danes und Damian Lewis aus „Homeland“ wurden als beste Hauptdarsteller ausgezeichnet.

Die seit einem Jahr laufende Serie um einen Kriegsheimkehrer setzte sich auch in der wichtigen Kategorie „Bestes Drama“ durch. In „Homeland“ geht es um eine CIA-Agentin, die einem Doppelagenten auf die Spur kommt.

Favoriten des Abends waren zunächst die Hauptdarsteller der Werbeagentur-Serie „Mad Men“, Jon Hamm, und „Breaking Bad“-Hauptdarsteller Bryan Cranston gewesen. Beide gingen leer aus. Allerdings erhielt Aaron Paul die Auszeichnung für besten Nebendarsteller in „Breaking Bad“.

Preis für Ex-Charlie-Sheen-Partner Jon Cryer

Auch nach dem Ausscheiden von Charlie Sheen wurde die Comedyserie „Two And A Half Men“ ausgezeichnet: Jon Cryer erhielt die Auszeichnung für den besten Komödianten. „Keine Panik, Leute, irgendetwas ist offensichtlich total schief gelaufen“, witzelte Cryer, der noch auf dem Roten Teppich vor der Show sagte, er sei sich sicher, nicht ausgezeichnet zu werden. Ashton Kutcher, der Sheen nach dessen Weggang ersetzte, war nicht nominiert.

„Mad Men“, die Serie über eine New Yorker Werbeagentur in den 60er Jahren, hatte in den vergangenen vier Jahren jeweils den wichtigsten der Emmys abgeräumt. Von „Mad Men“, benannt nach den Werbefirmen in der New Yorker Madison Avenue, gibt es mittlerweile fünf Staffeln – die ersten vier hatten den Emmy bekommen. Die Serie ist bei Kritikern wie beim Publikum gleichermaßen beliebt.

„Homeland“ und „Mad Men“ hatten noch vier weitere Konkurrenten. In „Boardwalk Empire“ geht es um die Gangster in Atlantik City zur Zeit des Alkoholverbots. „Breaking Bad“ schildert das Leben eines Chemielehrers, der zum Drogenbaron wird. „Downton Abbey“ beschreibt das Leben einer Aristokratenfamilie in England. Um Herrscher, allerdings in einer Fantasywelt, geht es auch in „Game of Thrones“. Bis auf „Homeland“ werden alle Serien auch in Deutschland ausgestrahlt, allerdings auf Spartenkanälen.