Pakistan

Mehr als 25 Menschen sterben bei Bränden in Fabriken

Feuer in einer Schuhfabrik und in einer Textilfabrik haben 97 Menschen das Leben gekostet. Es gab keine ausreichenden Fluchtwege.

Foto: DAPD

Bei Bränden in zwei pakistanischen Fabriken sind mindestens 265 Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche weitere Menschen wurden verletzt, als sie am Dienstag versuchten, sich vor den Flammen in Sicherheit zu bringen. Beide Gebäude, eine Schuhfabrik in Lahore im Osten des Landes und eine Textilfabrik in der Hafenstadt Karachi, verfügten nicht über ausreichende Fluchtwege und Notausgänge.

Allein aus der brennenden Fabrik in Karachi bargen Rettungskräfte 240 Leichen. Einige seien bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, sagte der Leiter des Einsatzes, Tariq Kamal Ayubi. Das pakistanische Fernsehen zeigte Videoaufnahmen von dem fünfstöckigen Gebäude, aus dem die Flammen schlugen. Aus Polizeikreisen verlautete, der Brand sei bis Mittwoch noch nicht unter Kontrolle gebracht worden. Der Chef der Feuerwehr erklärte, die meisten Todesopfer seien erstickt.

In Lahore kamen laut Polizeiangaben 25 Menschen ums Leben. Das Feuer brach demzufolge aus, als nach einem Stromausfall in der Fabrik versucht wurde, den Generator einzuschalten. Funken kamen mit Chemikalien in Kontakt und setzten sie in Brand.

Der pakistanische Ministerpräsident Raja Pervaiz Ashraf äußerte sich schockiert über die Brände und sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus.