Schüsse

Vier Leichen auf französischem Waldparkplatz entdeckt

Ein Radfahrer machte auf einem Parkplatz in Ostfrankreich eine furchtbare Entdeckung. Er fand vier Tote, ein Mädchen überlebte.

Foto: DPA

Auf einem Waldparkplatz in der Nähe von Annecy in Ostfrankreich sind am Mittwoch vier erschossene Menschen gefunden worden. Neben einem in Großbritannien zugelassenen Auto befand sich ein schwer verletztes Mädchen, das nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht wurde. Die Hintergründe der Tat waren zunächst völlig unklar, auch die Nationalität der Opfer stand nicht fest.

Das Mädchen befinde sich auf der Intensivstation in einem Krankenhaus in Grenoble, sagte der Staatsanwalt von Annecy, Eric Maillaud, am Tatort. Sein Zustand sei „lebensbedrohlich“. Zuvor hatte er auf einer Pressekonferenz irrtümlich mitgeteilt, das Mädchen sei tot.

Das Verbrechen ereignete sich in einer bei Touristen aus aller Welt beliebten Gegend. Maillaud zufolge entdeckte ein Radfahrer die Opfer gegen 16 Uhr auf dem Waldparkplatz der Gemeinde Chevaline in der Nähe des Sees von Annecy im Département Haute-Savoie. Drei der Opfer hätten sich in einem BMW mit britischem Nummernschild befunden: die Leiche eines Mannes vorn, zwei Frauenleichen auf dem Rücksitz. Bei dem vierten Toten habe es sich um einen Radfahrer gehandelt, der außerhalb des Wagens gefunden worden sei. Alle Opfer wiesen Schussverletzungen auf.

Am Boden um den BMW lagen zahlreiche Patronenhülsen. Die Polizei riegelte die Straße zum Tatort ab und begann mit der Befragung möglicher Zeugen. Die Spurensicherung stellte sich auf eine lange Nacht ein. 60 Gendarmen sollten in der Umgebung des Tatorts nach möglichen Hinweisen suchen. Auch ein Hubschrauber war zu diesem Zweck im Einsatz.