Marseille

Touristen fliehen vor schwerem Waldbrand in Südfrankreich

Ein schwerer Waldbrand hat nahe Marseille bereits 500 Hektar Wald zerstört. Feuerwehrleute räumten einen Campinplatz.

Foto: AFP

Hunderte Feuerwehrleute haben am Sonntag einen schweren Waldbrand in Südfrankreich bekämpft, der bereits rund 500 Hektar Land zerstört hat. Nach Angaben der Feuerwehr brach das Feuer in der Nacht in der Gegend um Orgon aus, rund 70 Kilometer nordwestlich von Marseille. Ein Campingplatz mit etwa 70 Urlaubern musste geräumt werden. Die Menschen, die vor dem Ascheregen flohen, wurden auf einem Bauernhof untergebracht. Die Ursache des Brandes war zunächst nicht bekannt. Betroffen sind Kiefernwälder und Buschland, aber auch Ackerfelder. Zwei Häuser wurden von den Flammen zerstört, verletzt wurde niemand.

Insgesamt zwölf Löschflugzeuge und Hubschrauber sowie mehr als 900 Feuerwehrleute aus ganz Frankreich waren stundenlang im Einsatz, um die Flammen zu löschen, die aber immer wieder durch einen stürmischen Mistral-Wind angefacht wurden. Das Innenministerium schickte zahlreiche Kräfte und mehr als 50 Löschfahrzeuge zur Verstärkung.

Asche im Stadtzentrum von Marseille

Über der Gegend um Orgon im Département Bouches-du-Rhône stand eine große schwarze Rauchwolke am Himmel. Asche wurde vom Wind bis ins Stadtzentrum von Marseille getragen. Die Flammen verwüsteten zunächst Heideland und Pinienwälder, näherten sie im Laufe des Tages aber auch landwirtschaftlichen Flächen. Es gelang den Einsatzkräften nach Angaben der Behörden erst am Abend, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Die Feuerwehr blieb aber vor Ort, um ein erneutes Ausbrechen der Flammen zu verhindern. Der Südosten Frankreichs war in diesem Sommer bislang von Waldbränden weitgehend verschont geblieben.