Neil Armstrong

„Millionen Menschen trauern um diesen wahren Helden”

Armstrongs Teamkollege „Buzz” Aldrin würdigt den verstorbenen US-Astronauten als den „besten Piloten, den ich kannte”.

Neil Armstrong war für seinen Teamkollegen Edwin „Buzz“ Aldrin ein wahrer amerikanischer Held. Er sei „tief betroffen“ von Armstrongs Tod, sagte Aldrin am Sonnabend (Ortszeit). „Ich weiß, dass Millionen von Menschen auf der ganzen Welt mit mir um diesen wahren amerikanischen Helden trauern, den besten Piloten, den ich kannte“, schrieb der zweite Mann auf dem Mond.

„Mein Freund Neil machte jenen kleinen Schritt der ein großer Sprung war, der die Welt veränderte und für immer ein großer Moment in der Geschichte der Menschheit sein wird.“

Die Besatzung der Mondmission Apollo 11 sei nun für immer mit dem Mond verbunden. „Jedes Mal, wenn ich den Mond sehe, erinnere ich mich an diesen kostbaren Moment vor mehr als vier Jahrzehnten, als Neil und ich in diesem öden, leeren und doch schönen ‚Meer der Ruhe’ standen und auf unseren strahlend blauen Planeten Erde blickten, der im Dunkel des Weltalls hing“, schrieb Aldrin.

„Ich erkannte, dies, obwohl wir weiter von der Erde entfernt waren als es zwei Menschen jemals zuvor waren, und trotzdem waren wir nicht allein. Fast die ganze Welt war mit uns auf dieser denkwürdigen Reise.“

Er habe gehofft, mit dem Verstorbenen und ihrem Apollo-11-Teamkollegen Michael Collins am 20. Juli 2019 den 50. Jahrestag der Mondlandung begehen zu können, fügte der 82-jährige Aldrin hinzu. „Leider ist dies nun nicht mehr möglich.“

„Denken Sie an Neil”

Armstrongs Familie schrieb in einer Erklärung: „An diejenigen, die sich fragen, was sie tun können, um Neil zu ehren, haben wir eine einfache Bitte. Ehren Sie das Vorbild, das er uns war durch seinen Dienst, seine Leistung und seine Bescheidenheit. Und das nächste Mal, wenn Sie in einer klaren Nacht draußen sind und sehen, wie der Mond auf sie herab lächelt, denken Sie an Neil und zwinkern Sie ihm zu.“

Weiter hieß es: „Neil war einer der größten amerikanischen Helden – nicht nur dieser Zeit, sondern aller Zeiten. Als er und die anderen Crewmitglieder 1969 mit Apollo 11 abhoben, trugen sie die Hoffnungen einer ganzen Nation mit sich. Sie brachen auf, um der Welt zu zeigen, dass der amerikanische Geist über das hinausblicken kann, was vorstellbar erscheint, dass mit genug Antrieb und Einfallsreichtum alles möglich ist. Und als Neil erstmals auf die Oberfläche des Mondes trat, lieferte er einen Moment menschlicher Leistung ab, die niemals vergessen werden wird.“

US-Präsident Barack Obama erklärte: „Wenn ich an Neil denke, denke ich an jemanden, der sich seinem Land so sehr verschrieben hat, dass er Großes wagte.“

Peter Hintze, Parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium und Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, schrieb: „Die Bundesregierung trauert mit dem ganzen amerikanischen Volk um diesen Raumfahrtpionier, der in der Entdeckergeschichte der Menschheit auf einer Stufe mit Christopher Columbus steht. Seine Worte auf dem Mond werden ewig im Gedächtnis der Menschheit bleiben. Sie zählen zu den wichtigsten Worten des 20. Jahrhunderts.“