Streik

Mehr als 30 Tote bei Gewalt in südafrikanischer Platinmine

Die südafrikanische Polizei eröffnete das Feuer auf streikende Arbeiter, nachdem ein Arbeitskampf eskaliert war.

Foto: REUTERS

Bei Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und streikenden Arbeitern einer südafrikanischen Platinmine sind am Donnerstag mehr als 30 Menschen getötet worden. Zudem seien zahlreiche Menschen verletzt worden, sagte Polizeiminister Nathi Mthethwa am Freitag im Radio.

Der Polizeisprecher Dennis Adriao hatte zuvor gesagt, die Polizei habe in „legitimer Selbstverteidigung“ gehandelt, als sie das Feuer auf eine Gruppe von Arbeitern eröffnete, die sie mit Schusswaffen und anderen Waffen angegriffen hätten.

Die Arbeiter des Bergwerks nahe der nordwestlichen Stadt Rustenberg hätten ein Ultimatum des Bergwerkbetreibers, der ihnen im Falle der Fortsetzung des Streiks mit Entlassung drohte, zurückgewiesen und sich geweigert auseinanderzugehen, sagte Adriao. Die mit Macheten, Eisenstangen und Schusswaffen bewaffneten Arbeiter hätten daraufhin die Polizei angegriffen, der daher keine Wahl geblieben sei, als selbst das Feuer zu eröffnen.

In dem Konflikt, in dem sich die Anhänger zweier rivalisierender Gewerkschaften sowie streikende Arbeiter und die Polizei gegenüberstehen, hatte es bereits Anfang der Woche zehn Tote gegeben. Auslöser des Konflikts war zunächst ein Streit zwischen einer landesweiten Bergarbeitergewerkschaft und einer kleineren Organisation um einen Streik, mit dem die Arbeiter ein deutliche Erhöhung ihres Lohns erreichen wollten.