Unglück

60 Verletzte bei Chemie-Unfall an Hamburger Schule

Foto: Michael Arning

Eine unbekannte Chemikalie ist an einer Schule in Bergedorf ausgetreten, 36 Menschen mussten in ein Krankenhaus.

An einer Stadtteilschule in Hamburg-Bergedorf ist am Mittwoch ein unbekannter Stoff ausgetreten und hat etwa 60 Menschen leicht verletzt. 32 Schüler und vier Lehrer wurden in Krankenhäuser gebracht, wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte. Die Betroffenen, unter ihnen auch Eltern, klagten über Atemwegsreizungen, Übelkeit, Erbrechen und Sehstörungen.

Um welchen Schadstoff es sich handelte, war zunächst unklar. Nach ersten Messergebnissen glaubte die Feuerwehr, dass es sich um ein Lösungsmittel handelte. Anfangs war als Ursache ein Reizstoff vermutet worden. Die Untersuchungen dauerten noch an. Zur Unglücksursache konnte der Sprecher noch nichts sagen, wahrscheinlich sei die Chemikalie in der Jungentoilette ausgeströmt. Die Feuerwehr war mit 60 Mann an der Schule im Einsatz.

Wie das „Hamburger Abendblatt Online” berichtet, soll der Stoff, bei dem es sich um Gas handeln könnte, vermutlich auf der Jungentoilette des "Blauen Hauses" der Schule ausgeströmt sein. Rettungswagen aus dem gesamten Stadtgebiet wurden an der Gesamtschule Bergedorf zusammengezogen.

Ein Feuerwehrsprecher berichtete dem Portal: "Einige Kinder sind blass um den Mund, aber es geht ihnen eigentlich ganz gut." Ein Großteil der Betroffenen, unter denen auch Erwachsene sind, soll dem Bericht zufolge über Kopfschmerzen, Kratzen im Hals und Übelkeit geklagt haben.

Eine Schülerin berichtete demnach, dass sich bereits seit Montag ein merkwürdiger Geruch im betreffenden Trakt der Schule breit gemacht habe. Schon am Montag hätten auch Mitschüler sich über Unwohlsein beklagt.

( dpa/alu )