Schiffsunglück

Bergung der „Costa Concordia” verzögert sich

Das verunglückte Kreuzfahrtschiff wird voraussichtlich erst Mitte 2013 geborgen. Die Reederei setzt dabei auf den Umweltschutz.

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Die Bergung des im Januar 2012 vor Italien havarierten Kreuzfahrtschiffs „Costa Concordia“ verzögert sich. Das seitlich im Wasser liegende Wrack werde erst zum Ende des kommenden Frühjahrs wieder aufgerichtet und seetüchtig gemacht, teilte die für die Bergung zuständige Regierungsbehörde am Montag mit. Damit wird das Schiff jedoch noch immer vor Beginn der Urlaubssaison abgeschleppt. Rettungskräfte hatten zuvor damit gerechnet, dass die Bergung der „Costa Concordia“ bereits Anfang 2013 beginnen würde.

Umweltschutz hat höchste Priorität

Nach den Plänen der US-Firma Titan Salvage soll das gekenterte Schiff zunächst in eine aufrechte Lage gehievt und dann zur Demontage in einen italienischen Hafen geschleppt werden. Im März war bereits der Treibstoff aus der „Costa Concordia“ abgepumpt worden. Auch bei der Bergung des Schiffes habe der Schutz der Umwelt höchste Priorität, hieß es bei der Reederei Costa Crociere.

Am 13. Januar 2012 lief das Kreuzfahrtschiff vor der Insel Giglio auf ein Riff auf. 32 Passagiere und Besatzungsmitglieder kamen bei dem Unglück ums Leben. Dem Kapitän der „Costa Concordia“ wird vorgeworfen, für den Tod von Passagieren verantwortlich zu sein und das Schiff verlassen zu haben, als sich noch zahlreiche Urlauber und Besatzungsmitglieder an Bord befanden