Thüringen

Junge stirbt auf Reiterhof nach Pferde-Tritt

Tragischer Unfall auf einem Reiterhof in Thüringen: Ein nervöses Pferd schlägt aus und trifft einen achtjährigen Jungen tödlich.

Ein achtjähriger Junge ist auf einem Reiterhof im thüringischen Bad Langensalza durch einen Pferdetritt getötet worden.

Das Tier, das im Vorraum einer Reithalle von seiner Besitzerin am Halfter geführt wurde, habe ihn am Brustkorb getroffen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.

Trotz Einsatzes von Notärzten und eines Rettungshubschraubers sei der Junge am Samstagabend noch auf dem Reiterhof gestorben. Die Besitzerin des Tieres wurde mit einem Schock ins Krankenhaus gebracht.

Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nun, ob möglicherweise Aufsichtspflichten verletzt wurden.

Der Junge war zusammen mit etwa 20 anderen Kindern bei einem Sommerferiencamp auf dem Reiterhof. Die Eltern des toten Jungen und die anderen Kinder werden nach Polizeiangaben von Notfallseelsorgern betreut. „Das ist ein wirklich tragischer Vorfall“, sagte der Polizeisprecher.

Zur Klärung der Todesursache sei eine Obduktion in der Gerichtsmedizin in Jena angeordnet worden.

Nach ersten Ermittlungen hatte der Junge die Tür zu dem Durchgang in der Reithalle geschlossen, nachdem sie von dem Pferd und seiner Besitzerin passiert worden war. Er sei dann hinter dem Pferd hergelaufen, um wieder zu den anderen Kindern zu kommen. Das Tier sei offenbar nervös gewesen und habe nach hinten ausgeschlagen, sagte der Polizeisprecher.

Der Vorfall ereignete sich in dem Teil der Reithalle, in dem Pferde abgesattelt und geputzt werden und der durchquert werden muss, um zu den Boxen zu gelangen. Dort soll sich die Kindergruppe vor dem Abendessen aufgehalten haben.

Der Junge stammte nach Polizeiangaben aus Bad Langensalza (Unstrut-Hainich-Kreis). Wann das Obduktionsergebnis vorliegt, konnten die Ermittlungsbehörden zunächst nicht sagen.

( dpa/mim )

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