Kino-Massaker

Waffen-Klub lehnte Attentäter von Aurora als Mitglied ab

Vor dem Amok versuchte Attentäter James Holmes, Mitglied in einem Waffen-Verein zu werden - ohne Erfolg. Er kam dem Klub-Chef seltsam vor.

Der mutmaßliche Amokläufer von Aurora wird am Montag erstmals einem Richter vorgeführt. Der 24-jährige Student James Holmes soll in Centennial bei Denver im US-Bundesstaat Colorado vor der Justiz erscheinen. Bislang schweigt Holmes zu der Tat und seinem Motiv.

Holmes wird vorgeworfen, in der Nacht zum Freitag bei einer Kino-Premiere zum neuen „Batman“-Film in Aurora zwölf Menschen erschossen und 58 weitere verletzt zu haben. Nach Angaben der Polizei bereitete er die Tat wochenlang vor und erwarb dazu legal mehrere Waffen und tausende Schuss Munition.

Holmes kam Waffen-Verein seltsam vor

Holmes hatte offenbar wenige Wochen vor der Tat versucht, einem privaten Waffenklub beizutreten. Der 24-Jährige sei aber nicht aufgenommen worden, da er dem Vereinsvorsitzenden merkwürdig vorgekommen sei, berichtete der konservative Privatsender FoxNews am Sonntag auf seiner Internetseite.

Nachdem die Bewerbung von Holmes am 25. Juni eingegangen sei, habe er bei dem 24-Jährigen angerufen, berichtete der Vorstand der Clubs Lead Valley Range in Aurora, Glenn Rotkovich. Er habe aber nur den Anrufbeantworter mit einer „bizarren und unheimlichen“ Nachricht erreicht.

Holmes habe darauf zudem sehr „merkwürdig“ gesprochen, sei aber nicht betrunken gewesen, sagte Rotkovich laut Foxnews. In seinem Bewerbungsbogen gab er dem Sender zufolge an, dass er nicht wegen häuslicher Gewalt vorbestraft sei, auch sonst keine Vorstrafen habe oder zu erwarten seien, er keine illegalen Drogen nehme und ihm der Besitz von Waffen nicht verboten sei.

Das Blutbad sorgte in den USA für Entsetzen und entfachte die Debatte über schärfere Waffengesetze.

Indessen kamen immer mehr Einzelheiten des Verbrechens an den Tag. Wie die Zeitung „Washington Post“ berichtete, hätte das Blutbad noch schlimmer ausgehen können. Das Sturmgewehr, mit dem der Mann um sich geschossen hatte, habe eine Ladehemmung gehabt.

Es handele sich dabei um eine halbautomatische Waffe, die 50 bis 60 Schüsse pro Minute abfeuern könne, berichtete das Blatt unter Berufung auf Justizkreise. Der Verdächtige hatte nach Angaben der Polizei bei seinem Angriff am Freitag zudem ein Jagdgewehr und eine Pistole benutzt.

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