Japan

Künstler serviert bei Happening seine Genitalien

Mao Sugiyama hatte sich für seine Gäste etwas Besonderes einfallen lassen. Nun ist das Essen ein Fall für die Justiz.

Foto: Mao Sugiyama

Die japanische Polizei ermittelt gegen einen Künstler, der bei einem Happening seine eigenen Genitalien serviert hat. Es werde geprüft, ob die Aktion strafrechtlich relevant sei, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Zuvor hatte die Verwaltung des Tokioter Stadtviertels Suginami Strafanzeige gegen den Künstler Mao Sugiyama eingelegt.

Sugiyama hatte sich bei einer Operation die Genitalien entfernen lassen und zwei Monate lang eingefroren. Er ist nach eigenen Angaben "asexuell". Seiner Meinung nach kann er auf Genitalien verzichten. Im Mai 2012 servierte er seine mit Petersilie und Pilzen zubereiteten Geschlechtsteile bei einem Happening in Tokio an Gäste, die pro Portion umgerechnet 200 Euro zahlten.

Seine Aktion begründete der Maler, der sich selbst als „asexuell“ definiert, mit seinen hohen Arztkosten und mit dem Kampf um mehr Aufmerksamkeit für sexuelle Minderheiten. Um sich juristisch abzusichern, hatte Sugiyama nach eigenen Angaben sämtliche Vorschriften über verbotenen Organhandel, den Umgang mit Krankenhausmüll sowie zur Lebensmittelsicherheit berücksichtigt.