Handy-Video

Spendenflut für Rentnerin nach Pöbelei im Schulbus

Ein Handy-Video hat eine 68-Jährige in den USA zur Berühmtheit gemacht. Im Netz wird Schmerzensgeld für die gedemütigte Rentnerin gesammelt.

Ein im Netz verbreitetes Video das zeigt, wie eine 68-Jährige in einem Schulbus in den USA von halbwüchsigen Teenagern angepöbelt wird, hat eine überwältigende Spendenflut für die alte Dame ausgelöst. In kürzester Zeit gingen mehr als 330.000 Dollar (261.000 Euro) Spenden ein, damit sich die Schulbus-Aufseherin Karen Klein mit einem Urlaub von der Pöbel-Tortur erholen kann.

In dem zehnminütigen Handy-Video ist zu sehen, wie zwölf und 13 Jahre alte Schüler die achtfache Großmutter während einer Schulbusfahrt in Greece im Bundesstaat New York mit Schimpfwörtern belegen und wegen ihrer Frisur, ihres Gewichts und ihres Hörgeräts verhöhnen. Einige Schüler machen obszöne Gesten, lachen sie aus und schubsen sie herum, während Klein versucht, die Belästigungen der Jugendlichen so gut wie möglich zu ignorieren.

Das von einem Schüler gemachte Video erschien am Dienstagabend auf YouTube und Facebook und verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Die Website indiegogo.com startete eine Online-Spendenaktion mit dem Ziel, 5000 Dollar für die 68-Jährige zu sammeln. Stattdessen gingen bis Donnerstagabend (Ortszeit) 338.650 Dollar ein. Klein zeigte sich überwältigt von dem Zuspruch. Sie habe zahlreiche aufmunternde Briefe und E-Mails bekommen, berichtete sie im Fernsehsender NBC. Die Schulbehörde kündigte an, die an den Pöbeleien beteiligten Schüler zu bestrafen.

( dpa/AFP/tj )

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