Inselkauf

Oracle-Chef schnappt Bill Gates ein Stück Hawaii weg

Mit dem Kauf des hawaiianischen Eilands Lanai soll Larry Ellison seinen Konkurrenten geärgert haben. Ein kostspieliges Vergnügen.

Der milliardenschwere Chef des Softwareunternehmens Oracle, Larry Ellison, hat einen Wettbewerb der ganz besonders kostspieligen Art gegen Bill Gates gewonnen: Er hat den Großteil einer Hawaii-Insel gekauft. Ellison übernehme 98 Prozent des rund 365 Quadratkilometer großen Eilandes Lanai, teilte Neil Abercrombie, Gouverneur des US-Staates mitten im Pazifik, mit. „Wir freuen uns, Mister Ellison in der nahen Zukunft begrüßen zu können.“

In Branchenkreisen wird jetzt gespottet, der exzentrische Ellison habe die Insel eigentlich nur deshalb gekauft, um sie dem weltbekannten Microsoft-Gründer und Konkurrenten Bill Gates wegzuschnappen. Bill und Melinda Gates heirateten 1994 auf der Insel Lanai. Auch er soll versucht haben, die Insel zu kaufen.

Den Preis, den die Zeitung „Maui News“ mit 500 bis 600 Millionen Dollar (etwa 470 Millionen Euro) beziffert, dürfte Ellison, der Gründer des Softwarekonzerns, ohne Probleme aufbringen können: Er gilt als drittreichster Mann der USA. Das Wirtschaftsmagazin „Forbes“ taxiert sein Vermögen auf 36 Milliarden Dollar (etwa 28 Milliarden Euro).

Der bisherige Besitzer, die Firma Castle & Cooke des Milliardärs David Murdock, hatte die Insel im Jahr 2011 zum Verkauf angeboten. Lanai war seit 1985 in seinem Besitz. Den Anwälten von Murdock zufolge umfasst der Verkauf zwei Anwesen, zwei Golfplätze, einen Stall sowie eine ganze Reihe von Wohn- und Geschäftsgebäuden.

Die restlichen zwei Prozent der Fläche gehören dem Staat. Lanai ist mit rund 3100 Einwohnern die kleinste bewohnte Insel der Hawaii-Gruppe. Bevor sie zu einem Touristenziel – vor allem für Golfer und Wanderer – wurde, war sie vor allem für ihre Ananasplantagen bekannt. Ein Fünftel ist mit Ananas bebaut.

( BMO/dpa )

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