Rocker-Kriminalität

Hells Angels betrieben eigenen Folterkeller

In einer Werkstatt in Kiel sollen Rocker der Hells Angels einen Folterkeller gehabt haben. Dort wurde das Mordopfer Tekin Bicer gequält.

Foto: DPA

Nach der Großrazzia gegen die Hells Angels gibt es Hinweise, dass die Rocker einen Folterkeller betrieben haben. Er soll sich auf dem Gelände einer Kfz-Werkstatt in Kiel befinden, berichtet die Zeitung „Kieler Nachrichten“.

Dort sei vor zwei Jahren der damals 47-jährige Türke Tekin Bicer mehrere Stunden misshandelt und anschließend getötet worden. Das gehe aus dem Durchsuchungsbeschluss der Polizei hervor, heißt es.

Weder Landeskriminalamt noch Staatsanwaltschaft wollten sich auf Anfrage zu dem Bericht äußern.

Die Suche nach der Leiche wurde am Freitag im Gewerbegebiet Lehmkaten in Altenholz bei Kiel mit schwerem Gerät fortgesetzt. Die Ermittler vermuten, dass sich die Überreste des Mannes im Fundament der Halle befinden könnte.

Als Hintergrund werden Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit Drogengeschäften vermutet.