Gefälschter Preis

SAP-Manager "reduziert" Lego-Spielzeug mit falschen Barcodes

| Lesedauer: 2 Minuten

Ein deutscher SAP-Manager soll Hunderte Lego-Packungen mit gefälschten Preis-Codes „billig“ gekauft haben. Jetzt flog er in den USA auf.

Ein deutscher SAP-Manager muss sich wegen Ladendiebstahls in den USA vor Gericht verantworten. Der 47-jährige Thomas L. soll in Geschäften die Strichcodes von Lego-Packungen verändert haben, um die Ware so billiger zu kaufen. Der Mann klebte gefälschte Etiketten mit manipulierten Barcodes auf.

Bei einer Hausdurchsuchung in seiner Villa in San Carlos in Kalifornien seien „Hunderte ungeöffnete Lego-Schachteln“ und präparierte Sticker mit Barcodes gefunden worden, sagte Polizeisprecherin Liz Wylie dem Sender NBC Bay Area News.

Zudem stießen die Ermittler auf ein Ebay-Konto, über das Thomas L. Lego-Spielzeug für rund 30.000 Dollar verkauft haben soll.

Der Manager des Softwareunternehmens SAP sei bei den verdächtigen Aktionen beobachtet und in vier Fällen in einer Ladenkette von Überwachungskameras aufgenommen worden, sagte Wylie.

Am 8. Mai wurde der Manager in einem Target-Supermarkt in Mountain View festgenommen. Er ist in vier Diebstahlsfällen angeklagt. Die nächste Anhörung vor Gericht soll am 20. Juni stattfinden. Im Falle eines Schuldspruchs drohten dem Mann bis zu fünf Jahre Haft, sagte Cindy Hendrickson von der Staatsanwaltschaft im Bezirk Santa Clara der Zeitung „Los Angeles Times“.

Thomas L. gibt im Online-Netzwerk LinkedIn an, dass er in Palo Alto in hoher Funktion beim SAP Integration & Certification Center arbeitet. Ein SAP-Sprecher in New York bestätigte, dass es sich um einen langjährigen Angestellten handele.

Nach Angaben der Ermittler verschaffte sich der Mann durch die gefälschten Barcodes teils große Preisnachlässe. So habe er eine Lego-Box im Wert von 139,99 Dollar auf 49,99 Dollar „reduziert“, hieß es. Bei anderen Produkten senkte er den Preis nur um rund 20 Dollar, sagte Hendrickson der „Los Angeles Times“.

Nach seiner Festnahme habe Thomas L. der Polizei gesagt, er sei einfach neugierig gewesen, ob der Austausch von Barcodes wirklich funktioniere, berichtete NBC.

Hendrickson mutmaßte, dass neben Geldgier auch noch andere Motive eine Rolle gespielt haben können. „Es scheint so, dass es auch Spaß machte, dass er irgendwie Vergnügen daran fand, denn es war eine Menge Arbeit“, sagte die Staatsanwältin dem Sender. wartet. Ihm wird Betrug vorgeworfen.

Neueste Panorama Videos

Neueste Panorama Videos