TV und Internet

"Tatort"-Fans auf Mördersuche bringen Server zum Erliegen

Der Ludwigshafener "Tatort" ist vorbei, doch die Suche nach dem Mörder geht weiter - im Internet.

Nach dem ersten „Tatort“ mit anschließender Online-Tätersuche ist am Sonntagabend kurzzeitig der Server zusammengebrochen. Erstmals in mehr als 40 Jahren „Tatort“ waren die Zuschauer nach der Folge „Der Wald steht schwarz und schweiget“ mit den Kommissaren Lena Odenthal und Mario Kopper dazu aufgerufen, den Mörder im Internet selbst zu ermitteln, wie der Südwestrundfunk (SWR) am Montag in Baden-Baden mitteilte.

20.000 Fans gingen im Anschluss an die Sendung am Sonntagabend im Onlinespiel auf Spurensuche, wie der zuständige Südwestrundfunk (SWR) am Montag mitteilte. Das Interesse an der ersten Online-Ermittlung sei so groß gewesen, dass kurzzeitig sogar der Server zusammenbrach. Das Spiel läuft noch bis zum 20. Mai 2012.

Ob einige Zuschauer ungehalten reagiert hätten, weil die Mördersuche im Fernsehen nicht abgeschlossen wurde, steht noch nicht fest, weil noch nicht alle schriftlichen Reaktionen ausgewertet worden seien.

Im Fernsehen hatten 8,37 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 24,6 Prozent) die Geschichte „Der Wald steht schwarz und schweiget“ mit den Ermittlern Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Mario Kopper (Andreas Hoppe) verfolgt.

Die Aktion „Tatort+“ ist eine Erweiterung des SWR-„Tatorts“. Interessierte können unter anderem über das soziale Netzwerk Facebook die Rolle der Fahnder übernehmen. Sie sollen Indizien, Aussagen und Laborereignisse finden und interpretieren, damit der Fall der Staatsanwaltschaft übergeben werden kann.

Einige Internetnutzer hätten den Täter bereits ermittelt, heißt es. „Das hat sicher einige Stunden gedauert“, sagte Guido Bülow, Social-Media-Manager beim SWR. Alle übrigen Fans haben noch bis Sonntag Zeit, das Quiz zu lösen. Dann veröffentlicht der Sender den Namen des Täters im Internet.

( dpa/dapd/sei )

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