Fall Krailling

Ehefrau des Mörders war nach Urteil erleichtert

Ohne ihr Wissen hatte ihr Mann in Krailling zwei Nichten getötet - wegen des Erbteils. Dann erkannte die Frau, mit wem sie verheiratet ist.

Vor Gericht hat Ursula S. geschwiegen, in den Medien meldet sich die Ehefrau des Mörders von Krailling nun zu Wort. Am Dienstagabend sagte die Frau in der ARD-Sendung „Menschen bei Maischberger“ über das Urteil: „Es fiel mir ein Stein vom Herzen. Es war eine Erleichterung.“

Das Landgericht München hatte den 51 Jahre alten Mann vor einer Woche zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht ging davon aus, dass der durch einen Hausbau verschuldete Postbote vor gut einem Jahr nicht nur die Nichten seiner Frau tötete, sondern auch seine Schwägerin umbringen wollte, um seiner Frau ein Erbteil zu verschaffen – ohne dass diese etwas von den Plänen wusste.

Sie habe das Ausmaß der familiären Finanzmisere nicht mitbekommen, weil der Mann sie manipuliert und ihr Bank- und Kreditkarten weggenommen habe, sagte die 45-Jährige.

Sie und ihre vier gemeinsamen Kinder hätten sich zunächst nicht vorstellen können, dass der Vater die beiden Töchter ihrer Schwester ermordet haben könnte. Die Beweislast sei dann immer erdrückender gewesen.

„Wir haben miteinander zu fünft geheult, weil uns bewusst geworden ist, dass er es gewesen sein könnte.“

( dpa/mim )

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