Michael Thamm

Deutscher wird Chef der Kreuzfahrtreederei Costa Crociere

Bisher Chef war er Aida-Chef. Jetzt übernimmt Michael Thamm die Reederei, zu der auch das havarierte Schiff Costa Concordia gehört.

Ein Deutscher leitet künftig die italienische Kreuzfahrtreederei Costa Crociere: Michael Thamm, bisher Chef der Tochter Aida in Rostock, löst zum 1. Juli den bisherigen Vorstandschef Pier Luigi Foschi ab, wie der US-Mutterkonzern Carnival am Montag mitteilte.

Es handle sich um einen lange geplanten Wechsel an der Spitze, da Foschi den Posten mit Erreichen des Rentenalters von 65 Jahren verlasse, teilte Carnival mit. Zu Costa Crociere gehört das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia, das im Januar vor der italienischen Küste auf einen Felsen auflief und kenterte. 32 Menschen starben.

Foschi werde seinen Sitz im Verwaltungsrat von Carnival behalten, teilte das größte Kreuzfahrtunternehmen der Welt mit. Auch Thamm werde in den Verwaltungsrat einziehen und direkt an Carnival-Aufsichtsratschef Micky Arison und Vorstandschef Howard Frank berichten.

Zu Costa Crociere gehören Aida Cruises, Costa Cruises und der spanische Anbieter Ibero Cruises. Insgesamt fahren derzeit 15 Schiffe für die Reederei. Sie besitzt damit nach eigenen Angaben die größte Kreuzfahrtflotte Europas.

Abtransport der Costa Concordia in den nächsten zwölf Monaten

Zuletzt wurde bekannt, dass eine US-Spezialfirma die gekenterte Costa Concordia in den nächsten zwölf Monaten für den Abtransport in einen italienischen Hafen vorbereiten wird. Die Reederei habe sich für einen „Weltführer“ auf diesem Gebiet, die Titan Salvage, entschieden, teilte Costa Crociere mit.

Bei den Bergungsarbeiten des havarierten Kreuzfahrtschiffes werde der Schutz der Umwelt höchste Priorität haben. Sobald das Wrack abtransportiert sei, werde der Meeresboden gesäubert und neu bepflanzt.

( afp/dpa/bee )

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