Brasilien

Sektenmitglieder verkauften Menschenfleisch in Teigtaschen

Die brasilianische Polizei hat drei Mitglieder einer Sekte festgenommen. Sie sollen Frauen getötet und ihr Fleisch verkauft haben.

Drei brasilianische Sektenmitglieder stehen unter dem Verdacht, Frauen getötet und ihr Fleisch an ahnungslose Nachbarn verkauft zu haben. Polizeisprecher Wesley Fernandes erklärte am Freitag, bei den drei Verdächtigen handele es sich um einen Mann, seine Ehefrau und seine Geliebte. Sie seien am Mittwoch in Garanhuns festgenommen worden und hätten die Taten gestanden.

Die Verdächtigen hätten mindestens zwei Frauen getötet, erklärte die Polizei. Teile der Leichen hätten sie gegessen und auch Fleisch für die Herstellung von Teigtaschen verwendet. Die drei gehörten einer Sekte an, die „die Reinigung der Welt und die Reduzierung der Bevölkerung“ predige.

Die Zeitung „Estado de S. Paulo“ berichtete, der verdächtige Ehemann habe in einem Buch beschrieben, dass er unter Schizophrenie leide. Er höre Stimmen und sei davon besessen, Frauen zu töten, hieß es darin. Gemeinsam mit den Frauen soll er Frauen in sein Haus gelockt haben mit dem Versprechen, ihnen Arbeit als Kindermädchen zu geben. Die Verbrechen kamen ans Licht, als einer der Verdächtigen eine Kreditkarte benutzte, die einer im vergangenen Monat verschwundenen Frau gehörte.

Die Polizei fand die Überreste von zwei Frauen im Garten der Verdächtigen. Ihr Haus wurde am Donnerstag von aufgebrachten Nachbarn niedergebrannt. Die drei sollen geplant haben, eine weitere Frau in der nahe gelegenen Stadt Lagoa do Ouro zu töten.