Bergwerk in China

20 Bergarbeiter bei Minenunglück gestorben

Schon wieder ist es in China zu einem schweren Bergwerksunglück gekommen. In einer Kohlegrube kamen 20 Arbeiter ums Leben, 23 werden noch vermisst.

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Bei einem neuen Grubenunglück in China sind mindestens 20 Bergleute getötet worden. Rettungsmannschaften suchten nach weiteren 23 Vermissten unter Tage. Ihr Schicksal ist ungewiss. Das Unglück passierte am Morgen in der Sizhuang Kohlegrube nahe der Stadt Qujing in der südwestchinesischen Provinz Yunnan, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Ursache soll nach amtlichen Angaben ein Gasleck gewesen sein. Anfangs hatte die Stadtregierung von Qujing von einer Gasexplosion gesprochen. An den Rettungsarbeiten sind mehr als 100 Menschen beteiligt.Erst Ende vergangener Woche waren bei einem Grubenunglück in Zentralchina acht Bergleute ums Leben gekommen. Nach fast zwei Tagen eingeschlossen unter Tage konnten 45 Arbeiter am Samstag aus der Grube gerettet werden.

Schlechte Aufsicht und Vetternwirtschaft

Hinter den vielen Grubenunglücken in China stecken häufig mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen, schlechte Aufsicht und Vetternwirtschaft. In China kommen jedes Jahr tausende Menschen bei Minenunglücken ums Leben. Im vergangenen Jahr starben nach offiziellen Angaben mehr als 2400 Bergarbeiter. Die tatsächliche Zahl ist wahrscheinlich aber weitaus höher.

Am vergangenen Samstag konnten zuletzt 45 Kumpel aus einem Bergwerk in der zentralchinesischen Provinz Henan gerettet werden. Sie waren nach einer Explosion eingeschlossen, durch die acht Arbeiter ums Leben kamen.

Und im April 2010 konnten 115 Kumpel nach acht Tagen aus einem Bergwerk in Nordchina gerettet werden. Die Rettungskräfte hatten einen 500 Meter tiefen Tunnel gegraben, um die Verschütteten zu befreien, wie die chinesische Zeitung „Peope's Daily“ berichtete.