Zerknallte Brottüte

Lehrerin zerrt lauten Schüler vor Gericht

Wegen einer zerplatzten Brötchentüte musste sich ein 16-jähriger Schüler vor Gericht verantworten. Eine Lehrerin hatte den Jungen angezeigt, weil der Knall bei ihr einen Tinitus verursacht hatte.

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Ein 16-jähriger Schüler ist in Düsseldorf von einer Lehrerin vor Gericht gebracht worden, weil er eine Brötchentüte mit einem Knall hat platzen lassen. Die 53-jährige Pädagogin habe den Schüler wegen Körperverletzung angezeigt, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts am Dienstag. Der Knall habe bei ihr einen lästigen Dauerton, einen Tinnitus, verursacht, trug die Realschullehrerin vor.

Zuvor habe sie den Schüler auf dem Schulhof noch gewarnt: "Mach keinen Blödsinn, davon kann man einen Hörschaden bekommen.“ Dennoch habe es hinter ihr geknallt und als sie sich umdrehte, habe der Schüler direkt vor ihr gestanden.

Mitschüler bestätigen Version des 16-Jährigen

Der Schüler sagte dagegen aus, er sei schon ein Stück weit weg auf dem Weg zum Papierkorb gewesen, als er die Tüte habe knallen lassen. Drei weitere Mitschüler bestätigten seine Version.

Die Amtsrichterin stellte das Verfahren gegen den Jugendlichen daraufhin am Dienstag wegen geringer Schuld ein: Er habe nicht damit rechnen müssen, dass der Knall trotz der Entfernung solche Folgen hat.