Leichenfund

Tote am Wrack der Costa Concordia eingeklemmt

Wieder haben Taucher Leichen am Wrack der Costa Concordia vor Giglio entdeckt. Die Bergung und auch die Identifizierung der Toten ist schwierig.

Foto: dpa

Bergungsmannschaften haben am Wrack des vor der italienischen Küste havarierten Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" fünf weitere Leichen entdeckt. Damit erhöht sich die Zahl der bislang gefundenen Leichen auf 30. Zwei Menschen gelten noch als vermisst.

Neben den fünf Toten müssen noch weitere acht in den vergangenen Wochen gefundene Leichen identifiziert werden. Nach Wochen im Wasser sind die Körper stark verwest. Die Behörden versuchen, die Identität mit DNS-Abgleichen zu klären.

Nach Angaben der Zivilschutzbehörde befinden sich die entdeckten Leichen alle zwischen dem Schiffsrumpf und dem Meeresboden. Es werde mehrere Tage dauern, bis sie geborgen werden können, sagte Franco Gabrielli, Leiter der Zivilschutzbehörde, die für die Bergungsarbeiten zuständig ist.

Die "Costa Concordia" lief am 13. Januar mit etwa 4200 Menschen an Bord nahe der toskanischen Insel Giglio auf einen Felsen und kenterte kurz darauf.

Das Abpumpen des Öls aus dem havarierten Schiff wurde am Freitag beendet, wie die Reederei und die Behörden mitteilten.

Nach dem Abpumpen des letzten Schweröls wird das gekenterte Kreuzfahrtschiff noch bis zu einem Jahr vor der Küste der Insel Giglio liegen. Es würden zunächst ein halbes Dutzend Vorschläge zur Bergung des riesigen Schiffes geprüft, teilte der Sprecher der deutschen "Costa"-Reedereivertretung, Ralph Steffen, mit. "Die Arbeiten zur Bergung des Wracks werden erwartungsgemäß sehr komplex sein", sagte er weiter. "Je nachdem, welcher Anbieter ausgewählt wird, werden sie zwischen zehn und zwölf Monaten in Anspruch nehmen."