Urteil

Transsexuelle darf Namen nicht in "Kö" ändern

Nach einer Geschlechsumwandlung wollte eine Transsexuelle ihren Nachnamen ablegen und sich "Kö" nennen. Das Verwaltungsgericht entschied dagegen: Die Königsallee sei Allgemeingut von Düsseldorf.

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Eine transsexuelle Frau ist in Düsseldorf mit dem Versuch gescheitert, ihren Nachnamen in „Kö“ umzuwandeln. „Kö“ sei kein Nachname, sondern eine Abkürzung für die Prachtmeile Königsallee in der Landeshauptstadt, entschied das Düsseldorfer Verwaltungsgericht am Donnerstag (Az.: K 120/10). Das Kürzel gehöre zum Allgemeingut der Stadt.

Nach der Geschlechtsumwandlung hatte die Klägerin den mütterlichen Nachnamen ablegen wollen und bei der Stadt den zwei Buchstaben langen Familiennamen beantragt. Die Wahl sei zufällig darauf gefallen, betonte die Frau. Sie wolle die Initialen A.K. behalten. Die männlichen Vornamen hatte sie bereits in weibliche ändern dürfen.

Das Namensrecht erlaubt, aus wichtigem Grund den Nachnamen zu ändern und einen neuen auszuwählen. Einen Rechtsanspruch auf einen Wunschnamen gebe es aber nicht, betonten die Verwaltungsrichter. Die Klägerin will das Urteil anfechten.