Feuer vor Westerland

Krabbenkutter vor Sylt geht in Flammen auf

Als das Feuer auf ihrem Schiff ausbrach, versuchten sie noch die Flammen selbst zu löschen. Später mussten die beiden Seeleute aus der Nordsee gefischt werden.

Foto: dpa / dpa/DPA

Dramatische Rettungsaktion vor der Insel Sylt: Ein Krabbenkutter ist am frühen Donnerstagmorgen etwa zehn Seemeilen (19 Kilometer) westlich von Westerland in Flammen aufgegangen. Die Besatzung – zwei 51 Jahre alte Fischer – konnte unverletzt in eine Rettungsinsel flüchten. Ein Seenotkreuzer brachte sie nach Havneby auf der dänischen Insel Rømø, wie ein Sprecher der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sagte.

Das Feuer brach nach Angaben der Wasserschutzpolizei in Husum gegen 3.00 Uhr aus unbekannter Ursache im Maschinenraum des Krabbenkutters „Sigrid“ aus. Die Besatzung hatte keine Möglichkeit, den Brand selber mit Bordmitteln zu löschen. Die Flammen waren jedoch am Morgen erloschen.

Kutter musste am Unglücksort liegen bleiben

Die zuständigen Behörden müssten jetzt entscheiden, was mit der „Sigrid“ passieren soll, sagte Polizeisprecher Wolfgang Boe. Da die beiden am Grund befindlichen Fanggeschirre wie Anker wirkten und ein Forttreiben verhinderten, blieb der Kutter zunächst am Unglücksort liegen.

Das Signal war um kurz vor drei Uhr vom Fischkutter „Theodor Storm“ gesehen worden, der die Seenotretter rief. Die schickten zwei Kreuzer, um die Männer zu retten.

Zu diesem Zeitpunkt befand sich der brennende, etwa 18 Meter lange Krabbenkutter 19 Kilometer vor Sylt. Die Brandursache war zunächst unklar, die Besatzung will eine Verpuffung gesehen haben.