+++ Liveblog Toulouse

Serien-Attentäter von Toulouse ist tot

Beim Einsatz französischer Spezialeinheiten ist der Serien-Attentäter von Toulouse ums Leben gekommen. Zuvor hatte der 23-Jährige Mohammed Merah laut Polizeikreisen Widerstand geleistet. Ein Polizist wurde bei der Erstürmung der Wohnung schwer verletzt.

Foto: AFP

+++ 13:31 Uhr: Elitepolizisten schickten Videoroboter vor

Nach dem Tod des mutmaßlichen Serienmörders von Toulouse hat Frankreichs Innenminister Claude Details über die Erstürmung des Hauses bekannt gegeben. Der Verdächtige starb demnach nach einer schweren Schießerei. Zwei Polizisten seien verletzt worden – einer am Bein, die Verletzung des anderen würde noch untersucht.

Gegen 10.30 Uhr seien die Eliteeinheiten durch Fenster und Türen ins Haus eingedrungen und hätten mit Video-Robotern das Innere erforscht. Plötzlich sei dann der Verdächtige aus dem Badezimmer gestürmt und habe mit mehreren Waffen das Feuer auf die Beamten eröffnet. „Es waren häufige Schuss-Salven, ziemlich schwer. Ein Mitglied des Einsatzkommandos sagte mir, dass er noch nie zuvor ein Feuer von einer derartigen Intensität erlebt hat“, sagte Guéant.

Die Elitepolizisten hätten zurückgeschossen. Nach mehrminütigem Schusswechseln sei der Mann dann aus dem Fenster gesprungen und habe dabei mit der Waffe in der Hand noch weiter gefeuert. „Er wurde tot auf dem Boden gefunden“, sagte Guéant. Nach Angaben des TV-Nachrichtensenders BFM wurden am Tatort mehr als 300 Patronen verschossen.

+++ 12:01 Uhr: Ein Polizist schwer verletzt

Der mutmaßliche Serienattentäter von Toulouse ist tot. Das bestätigte der französische Innenminister Claude Guéant. Der 23-Jährige starb nach Polizeiangaben am Donnerstagvormittag, nachdem eine Eliteeinheit seine Wohnung gestürmt hatte. Bei dem Einsatz gab es demnach einen Schusswechsel, bei dem 300 Patronen abgefeuert wurden.

Der Mann war beim Zugriff durch die Beamten noch am Leben, habe zunächst Widerstand geleistet und sei dann aus dem Fenster seines Badezimmers gesprungen, sagte Guéant. Er sei danach tot auf dem Boden gefunden worden.

Ein Polizist wurde den Angaben zufolge verletzt, zwei weitere erlitten einen Schock; zunächst war von drei verletzten Polizisten die Rede gewesen. Der Mann soll eine Tasche bei sich gehabt haben, über deren Inhalt zunächst nichts bekannt wurde.

Die Elitepolizisten waren kurz vor elf Uhr in die Wohnung von Mohammed Merah eingedrungen und hatten sich dort langsam vorgetastet. Innenminister Guéant hatte angeordnet, den 23-Jährigen möglichst lebend zu fassen, um ihn vor Gericht zu stellen.

Die Polizei hatte den Mann in der Nacht zum Mittwoch aufgespürt und belagerte seither das Haus. Der algerischstämmige Franzose hat in den vergangenen Tagen im Großraum Toulouse mutmaßlich sieben Menschen erschossen, darunter drei Kinder vor einer jüdischen Schule am Montag. In Gesprächen mit der Polizei gab der 23-Jährige an, Mitglied des islamistischen Terrornetzwerks Al-Kaida zu sein.

+++ 11.46 Uhr: Drei Polizisten bei Erstürmung verletzt

Laut französischen Medienberichten wurden drei Polizisten bei dem Schusswechsel im Haus des Serien-Attentäters verletzt.

+++ 11:35 Uhr: Serien-Attentäter von Toulouse ist tot

Das verlautete am Donnerstag von Seiten der Polizei. Er starb demnach nach einer schweren Schießerei. Vor dem seit weit mehr als 30 Stunden umstellten Haus waren zuvor schwere Schusswechsel zu hören. Minutenlang wurden Schüsse aus automatischen Waffen abgegeben.

+++ 11:32: Serien-Attentäter von Toulouse leistet Widerstand

Nachdem Polizisten in die Wohnung des mutmaßlichen Serienattentäters von Toulouse eingedrungen sind, leistet der 23-Jährige laut Polizei Widerstand. Nach Angaben von AFP-Journalisten war am Donnerstagmittag eine Reihe von Schüssen zu hören. Ermittler hatten zuvor berichtet, Elitepolizisten der Einheit Raid tasteten sich Schritt für Schritt in der Wohnung vor. Die Polizei setzt Gas ein, um den Täter bewegungsunfähig zu machen.

+++ 11.28 Uhr: Schwere Schuss-Salven sind zu hören

Der Einsatz zur Festnahme des mutmaßlichen Attentäters von Toulouse hat begonnen, teilte die Polizei mit. Es sind schwere Schuss-Salven zu hören, berichten Augenzeugen.

+++ 11.15 Uhr: Polizisten dringen „Schritt für Schritt“ vor

Laut französischer Nachrichtenagentur AFP dringen Spezialeinheiten nur „Schritt für Schritt“ weiter in das Haus des Serien-Attentärs vor, weil die Wohnung vermint sein könnte, hieß es. Der 23-jährige Mohammed Merah habe sich zunächst nicht gezeigt. Unklar war, ob er noch lebt.

+++ 11.07 Uhr: Polizei beginnt mit entscheidendem Einsatz in Toulouse

Die Polizei hat mit ihrem womöglich entscheidenden Einsatz im Haus des verschanzten mutmaßlichen Serienattentäters in Toulouse begonnen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Die französische Zeitung „Le Monde“ berichtet, Innenminister Guéant habe ein Eindringen nicht bestätigen können. Er habe aber von „Bewegungen“ gesprochen.

+++ 10.55 Uhr: Spezialeinheiten sind in das Haus eingedrungen

Spezialkräfte sind in das Haus des Attentäters von Toulouse eingedrungen. Das berichten Ermittler.

+++ 10.35 Uhr: Explosionen nahe dem Haus des mutmaßlichen Serienmörders

In der Nähe des Hauses, in dem sich der mutmaßliche Serienkiller von Toulouse seit mehr als 31 Stunden verschanzt hat, waren am Donnerstag drei Explosionen innerhalb einer Minute zu hören. Das berichteten Augenzeugen vor Ort. Die Polizei hat das Gebäude abgeriegelt, in dem sich der Serienmörder verschanzt hat. Unmittelbar vor den Explosionen hatten sich Feuerwehrleute für einen Einsatz vorbereitet.

+++ 7.51 Uhr: Innenminister - Unklar, ob mutmaßlicher Serienkiller noch lebt

Der mutmaßliche Serienkiller von Toulouse will sich nicht ergeben. Innenminister Claude Guéant betonte, es habe in den vergangenen Stunden keine Gespräche mit Mohamed Mehra gegeben. „Wir haben während der Nacht keinen Kontakt mit ihm gehabt, alle Hypothesen sind möglich; wir hoffen, er lebt noch“, erklärte Guéant. Mehra habe erklärt, er wolle mit der Waffe in der Hand sterben. Am Morgen wurden erneut Detonationen vor dem Haus gehört. Augenzeugen berichteten vor Ort, dass sich die Feuerwehr in einer Nebenstraße offenbar auf einen Einsatz vorbereite. Auf die Explosionen in der Nacht habe der algerischstämmige Franzose keine Reaktion gezeigt. Es sei „ziemlich komisch“, dass er nie reagiert habe, sagte der Innenminister.

+++ 7.51 Uhr: Umfrage - Sarkozy gewinnt nach Toulouse-Anschlägen in Wählergunst

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat nach den Anschlägen von Toulouse in der Wählergunst zugelegt. In der ersten Umfrage nach dem Angriff auf eine jüdische Schule lag der Staatschef zumindest für den ersten Wahlgang am 22. April in Führung: Danach würde er seinen sozialistischen Herausforderer Francois Hollande mit 30 zu 28 Prozent schlagen. Den entscheidenden zweiten Durchgang am 6. Mai würde Hollande der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage zufolge allerdings unverändert mit einem Vorsprung von acht Prozentpunkten gewinnen.

+++ 7.36 Uhr: Mutmaßlicher Serienkiller gibt nicht auf

Der mutmaßliche Serienkiller von Toulouse gibt trotz einer Zermürbungstaktik der Polizei nicht auf. Belagert von Hunderten schwer bewaffneter Polizisten hat er sich seit mittlerweile knapp 30 Stunden in einem Mehrfamilienhaus verschanzt. Die Polizei hat Gas und Strom im ganzen Wohnviertel gekappt und mehrere Explosionen in der Nähe des Wohnhauses ausgelöst, um ihn einzuschüchtern. Offensichtlich setzt sie darauf, dass der Mann erschöpft aufgibt oder mit wenig Risiko überwältigt werden kann. Nach Angaben des TV-Nachrichtensenders BFM lehnt der junge Mann es nun ab, sich zu ergeben. Er rede aber weiter mit der Polizei. Am Vortag hatte er seine Ankündigung, sich zu ergeben, nicht wahr gemacht.

+++ 6.24 Uhr: Polizei Toulouse setzt auf Zermürbungstaktik- Noch kein Zugriff

Die Polizei in Toulouse will den umstellten mutmaßlichen Attentäter offenbar mit Zermürbung zur Aufgabe zwingen. Die Sicherheitskräfte belagerten das Mehrfamilienhaus, in dem sich der Mann verschanzt hat, auch am Donnerstagmorgen und damit seit mehr als 24 Stunden. In der Nacht hatte es Explosionen aus Richtung des Hauses gegeben, Berichte über den Beginn einer Erstürmung hatte das Innenministerium aber zurückgewiesen. Es gehe lediglich darum, den Verdächtigen einzuschüchtern, hatte ein Sprecher erklärt.

+++ 5.05 Uhr: Anwalt – Toulouse-Verdächtiger war nicht in Afghanistan in Haft

Der Verdächtige der Toulouse-Attentate hat nach Angaben seines Anwalts und der Regionalregierung in Kandahar 2007 nicht in einem afghanischen Gefängnis gesessen.

Der Anwalt des Verdächtigen Mohamed Merah in Frankreich, Christian Etelin, erklärte, sein Mandant habe vom Dezember 2007 bis September 2009 wegen bewaffneten Raubes in einem französischen Gefängnis gesessen. Damit könne er in der fraglichen Zeit nicht in Afghanistan inhaftiert gewesen sein.

Auch das Büro des Gouverneurs von Kandahar wies die Darstellung einer Haft Merahs dort zurück. Solche Berichte seien ohne Basis, sagte der Sprecher des Gouverneurs, Ahmad Jawed Faisal. „Die Sicherheitskräfte in Kandahar haben niemals einen französischen Staatsbürger mit Namen Mohamed Merah inhaftiert.“

+++ 3.43 Uhr: Mutmaßlicher Attentäter von Toulouse bekundet Stolz auf seine Taten

Der mutmaßliche Attentäter von Toulouse hat in den Verhandlungen mit der Polizei Stolz auf seine Taten verwiesen. „Er hat kein Bedauern geäußert, höchstens darüber, dass er nicht mehr Zeit für mehr Taten hatte“, sagte Staatsanwalt François Molins am Mittwoch. „Er hat sogar geprahlt, er werde Frankreich in die Knie zwingen.“

+++ 1.17 Uhr: Polizei setzt mutmaßlichen Toulouse-Attentäter unter Druck

Nach Explosionen nahe dem Haus des mutmaßlichen Todesschützen von Toulouse hat das französische Innenministerium einen weiteren Zugriffsversuch der Polizei zunächst nicht bestätigt. Aus Kreisen des Ministeriums verlautete in der Nacht zum Donnerstag, der Verdächtige habe sich nicht an seine vorherige Ankündigung gehalten, sich zu ergeben. Die Polizei habe daraufhin die Fensterläden vor einem Fenster seines Hauses gesprengt, um ihn unter Druck zu setzen, sich doch noch zu stellen.

+++ 0.55 Uhr: Ministerium – Keine Erstürmung des Verdächtigen-Verstecks

Die Polizei in Toulouse hat nach Angaben des französischen Innenministeriums doch nicht mit der Erstürmung des Verstecks des mutmaßlichen Attentäters begonnen. Es habe zwar Explosionen in dem Wohnhaus gegeben, teilte das Ministerium am frühen Donnerstagmorgen mit. Diese seien aber dazu gedacht, den Verdächtigen einzuschüchtern. „Es gibt keine Erstürmung.“ Der Mann habe offensichtlich seine Meinung geändert und wolle nicht aufgeben, sagte Ministeriumssprecher Pierre-Henry Brandet der Nachrichtenagentur Reuters.

+++ 0.38 Uhr: Französischer Minister – Wollen mutmaßlichen Attentäter lebend

Frankreich will den mutmaßlichen Attentäter von Toulouse lebend ergreifen, um ihn vor Gericht stellen zu können. „Wir wollen ihn lebend gefangen nehmen, um ihn zur Rechenschaft zu ziehen. Wir wollen seine Beweggründe erfahren und hoffentlich herausbekommen, wer seine Komplizen sind, falls es welche gibt“, sagte Verteidigungsminister Gerard Longuet am Mittwochabend dem TV-Sender TF1.

+++ 0.18 Uhr: Explosionen nahe des Hauses des mutmaßlichen Serienmörders

In der Nähe des Hauses, in dem sich der mutmaßliche Serienkiller von Toulouse seit mehr als 20 Stunden verschanzt hat, waren am späten Mittwochabend drei Explosionen zu hören. Das berichteten französische Medien. Fernsehbilder zeigten jedoch eine abgeriegelte und völlig ruhige Straße. Eine Fernsehreporterin sagte, es könne sich auch um eine Einschüchterungstaktik handeln.„Er sagte, er wolle sich stellen, er hat seine Meinung geändert, wir erhöhen den Druck auf ihn“, erklärte auch ein weiterer Spezialist .