Nach Rücktritt

Maschmeyer steht weiter zu seinem Freund Wulff

Auch nach dessen Rücktritt möchte Unternehmer Carsten Maschmeyer weiter mit Christian Wulff befreundet sein. Die Debatte um zu große Nähe zwischen Politik und Wirtschaft nannte er unterdessen "absurd".

Der Unternehmer Carsten Maschmeyer will auch nach dessen Rücktritt zu seinem Freund Christian Wulff stehen. „Freundschaften bewähren sich besonders in schwierigen Zeiten“, sagte der Gründer des Finanzdienstleisters AWD der "Bild am Sonntag“. Die Debatte um zu große Nähe zwischen Politik und Wirtschaft nannte der Unternehmer „absurd“ und sieht in ihr einen Grund für Politikverdrossenheit.

Maschmeyer zählt zu einem einflussreichen Kreis in Hannover aus Unternehmern, Politikern und anderen Persönlichkeiten. Er gilt als Freund sowohl von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) als auch von Wulff.

Dieser machte kurz nach seiner Wahl zum Bundespräsidenten 2010 Urlaub in einem Appartement Maschmeyers auf Mallorca. Wulff gestand das später nach öffentlicher Kritik als Fehler ein. Außerdem bezahlte Maschmeyer Zeitungsanzeigen für Christian Wulffs Buch "Besser die Wahrheit".

Derzeit tritt Maschmeyer erstmals als Buchautor in Erscheinung. In "Selfmade" l ässt der schwerreiche Finanzunternehmer die Leser an seinem Erfolgsrezept teilhaben. Das besteht vor allem aus Netzwerken und Beziehungen. So hat Maschmeyer Kontakte zu Sportmanagern, Bankvorständen, Bundeskanzlern, Ministerpräsidenten, Ministern und mit Bundespräsidenten.

In seinem Erfolgsratgeber schreibt er: „Geschäftlich gesehen kann jeder Neukontakt bares Geld wert sein. Networking ist ein Sparkonto, auf das man zunächst viel einzahlen muss, um später davon abheben zu können.“

Allerdings sind Beziehungen zu Carsten Maschmeyer nicht für jeden so gut, wie für ihn selbst. Das gilt etwa für Christian Wulff. Doch der Unternehmer selbst hat von dem Fall Wulffs keinen Schaden davon getragen.

( dpa/nbo )

Neueste Panorama Videos

Neueste Panorama Videos